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Dienstag, 24. August 2010

Buchbesprechung: Kompetenztraining von Volker Heyse und John Erpenbeck

Wer sich mit Kompetenz, den dazugehörigen Begriffen und der Möglichkeit des Trainings dazu beschäftigt, kommt an dem Standardwerk “Kompetenztraining: Informations- und Trainingsprogramme” von Volker Heyse und John Erpenbeck nicht vorbei.

In diesem Buch werden verständlich die verschiedensten Kompetenzbegriffe definiert, ausführlich beschrieben, Empfehlungen zum Training gegeben, zu persönlichen Maßnahmen mit Hilfe von Fragen aufgefordert und weitere Literatur zur jeweiligen Teilkompetenz genannt. Vor allem gibt es eine Orientierung in der Zuordnung der verschiedenen Kompetenzen, insgesamt 64 Kompetenzen von Akquisitionsstärke bis zu Zuverlässigkeit. Das Buch hilft damit Personalverantwortlichen im HR-Management, Führungskräften, Betriebsräten, aber auch Arbeitnehmern und Bewerbern, mit  Kompetenzen richtig umzugehen. Die Personalverantworlichen werden in die Lage versetzt, Kompetenzen zu messen, zu beurteilen und zu schulen. Mitarbeiter und Bewerber können dann besser eingeschätzt und eingesetzt werden.

Andererseits können aber auch die Mitarbeiter Kompetenzen, die für Ihren Arbeitsplatz und Ihre Aufgabe notwendig sind, konkreter fassen und ganz individuell an diesen arbeiten. Bewerber, die sich auf Stellenanzeigen bewerben, in denen bestimmte Kompetenzen gefordert werden, können sich mit Hilfe dieses Buches einen Eindruck verschaffen, was tatsächlich von ihnen gefordert wird. Und sie können daraufhin viel konkreter auf diese Anforderungen in ihrer Bewerbung reagieren.

Sicherlich ist dieses Buch in erster Linie für diejenigen gedacht, die sich mit Weiterbildungen und Schulungen beschäftigen. Meiner Ansicht nach sollte und kann es jeder aufgrund der guten Verständlichkeit als Nachschlagewerk nutzen, der sich seines Kompetenzprofils bewußt werden und bestimmte Teilkompetenzen verbessern will.

Kategorie: Allgemein

Freitag, 30. Juli 2010

Deutsch lernen mit Bildern und Spielen

Für Ausländer, die in Deutschland arbeiten wollen, ist es sicherlich unerlässlich, über kurz oder lang die deutsche Sprache zu lernen. Erst dadurch bekommen sie einen wirklichen Zugang zu den Menschen in Deutschland, zur Kultur und entwickeln ein Verständnis für Land und Leute. Leider ist Deutsch nicht leicht, unter anderem 3 verschiedene Artikel und eine komplexe Grammatik mit vielen Ausnahmen gilt es zu erlernen.

Diesem Problem hat sich der Deutschlehrer Peter Heinrich mit seinem Lernprogramm “Deutsch lernen mit Mnemotechniken” angenommen. Er setzt nicht auf stures und ermüdendes Auswendiglernen, sondern nutzt die Möglichkeiten der Mnemotechnik. Mit Bildern stellt er Assoziationen her, die helfen, die Artikel und die Grammatik schnell und einfach zu erlernen. Ein umfachreicher Werkzeugkasten mit Videoseminaren, Memoryspielen, Lernkarten, Malbüchern, Lernpostern usw. gestaltet das Deutsch lernen sehr abwechslungsreich und macht Spaß.

Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, dann schauen Sie doch auf seiner Website “Beste Tipps zum Deutsch-Lernen” vorbei. Ich kann die Seite vorbehaltlos empfehlen.

Beispiel:

Was soll dieser Löwe mit einem Stuhl im Maul ausdrücken? Ganz einfach: Der Löwe ist ein Bild für etwas männliches und steht für den Artikel “der”. Der Stuhl ist männlich. Dieses Bild soll ihnen helfen, sich das Wort “Stuhl” mit dem dazugehörigen Artikel “der” besser merken zu können. Natürlich wäre auch ein Bild möglich, bei dem der Löwe auf dem Stuhl sitzt. Wichtig ist die Kombination und ein Bild, das sich Ihnen einprägt.

loewe-stuhl.gif

Kategorie: Allgemein

Montag, 19. Juli 2010

Pianomania: Freude am Beruf

Pianomania ist ein Filmportrait über den Chefstimmer und Meistertechniker Stefan Knüpfer von Steinway & Sons. Gemeinsam mit den Pianisten ist er auf der Suche nach dem perfekten Klang. Sicherlich ist Stefan Knüpfer ein wenig besessen, aber vor allem zeigt dieser Film die Freude, die man an einem Beruf haben kann. Ein wunderschönes Beispiel, wie sich Leidenschaft und Arbeit verbinden lassen.

Diesen Film sollte man sich nicht entgehen lassen!

Kategorie: Allgemein

Dienstag, 26. Januar 2010

Work Life Balance

Die Work Life Balance ist ein beliebtes Thema in Zeitschriften und Literatur. Und es wird vermehrt für die Unternehmen ein Thema. Dabei geht es darum, attraktive Arbeitsplätze anzubieten und v.a. Krankheitsstände und Fluktuation von Mitarbeitern zu vermeiden. Wer ausgebrannt ist, also unter Burnout leidet, kann keine Leistung mehr erbringen.

Unternehmen können entsprechende Rahmenbedingungen schaffen:

  • Flexible Arbeitszeiten, Teilzeit, Auszeit
  • Flexibler Arbeitsplatz, mit Arbeiten von zuhause aus, Jobsharing
  • Eigenverantwortung von Führungskräften und Mitarbeitern zulassen bzw. Freiheitsräume geben für Entscheidungen, Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten
  • Programme zu Ernährung, Stressabbau und Fitness

Die Mitarbeiter können zu ihrer Work Life Balance beitragen, indem sie:

  • sich Ziele setzen und sich darüber klar werden, wie die persönliche Work Life Balance aussehen soll
  • Prioritäten setzen
  • delegieren
  • Zeitmanagement betreiben
  • schnelle Entscheidungen treffen

Die Lösungen für die eigene Work Life Balance werden immer individuell sein und können je nach Lebenssituation ganz unterschiedlich ausfallen. Mancher will nach absolviertem Studium Karriere machen und durch Projekte im In- und Ausland möglichst viel kennen lernen und Erfahrungen sammeln. Er empfindet dann so manchen 16 Stunden-Tag als aufregend. Ein Anderer hat eine junge Familie und möchte so viel Zeit wie möglich mit dieser verbringen. Seine Wunschvorstellung ist ein anspruchsvoller Teilzeitjob.

Wichtig ist bei all diesen Möglichkeiten, dass sich der Betreffende wohl fühlt und nichts Wesentliches vermisst. Dann ist sein Leben am ehesten in der richtigen Work Life Balance.

Kategorie: Allgemein

Sonntag, 24. Januar 2010

Lösen Wettbewerbe Probleme?

Immer wieder bin ich erstaunt, was für Wettbewerbe es mittlerweile gibt. Business Plan Wettbewerbe kann ich ja noch verstehen, helfen sie doch Gründern, in die Öffentlichkeit zu kommen, wahrgenommen zu werden, notwendige Kontakte zu finden oder auch Kapitalgeber. Aber mittlerweile gibt es für fast (?) alles einen Wettbewerb. Die besten Mittelstandsberater werden darüber ermittelt, erfolgreiche Bildungskonzepte gefunden, Gefährdungen durch Gefahrstoffe erkannt, Gesundheitsförderung in der Unternehmenskultur integriert usw. Ich habe den Eindruck, dass diese Wettbewerbe generelle Probleme lösen sollen, wenn aus anderweitigen Gründen dies misslingt oder nicht erfolgt. Aber ist das möglich?

  • Die Ermittlung der “Sieger” hängt von den Bewerbern ab. Nur wer mitmacht, kann zum Sieger gekürt werden. Alle, die sich lieber auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren und keine Zeit für die häufig umfangreiche Bewerbung bei diesen Wettbewerben investieren, bleiben außen vor. Aber vielleicht sind genau sie die Besseren?
  • Die Kriterien für die Auswahl der Gewinner bleiben üblicherweise im Dunkeln. Irgendwelche Juroren bestimmen die Sieger. Nicht immer sind diese auch Experten. So sind bei manchem Business Plan Wettbewerb die Juroren Beamte, die zufällig in einem Resort eines Ministeriums oder einer Kommune sitzen, die sich mit Existenzgründung befasst. Sie haben niemals selbst ein Unternehmen gegründet und haben keine Vorstellung davon, Unternehmer zu sein und auf gesichertes Einkommen und Rentenansprüchen bei festen Arbeitszeiten und klar definierten Zuständigkeiten zu verzichten.
  • Was bringen diese Wettbewerbe? Nur ein kleiner Kreis erfährt von den Ergebnissen der Wettbewerbe, so dass diese nicht einmal zum Nachahmen anregen. Der Gewinner wird geehrt, ein Foto gemacht für die Publikation des Veranstalters, ein Preis, meist in Form eines Preisgeldes vergeben. Die Urkunde über den gewonnenen Wettbewerb wird meist im Eingangsbereich des jeweiligen Unternehmens aufgehängt.
  • Meiner Meinung nach dienen diese Wettbewerbe in erster Linie dem Wettbewerbsveranstalter. Schließlich muss er seine Daseinsberechtigung beweisen: Für diese Wettbewerbe werden Gelder, meist Steuergelder, bereitgestellt, Arbeitsplätze geschaffen. In der Regel sind diese selbst kleine Unternehmen mit Geschäftsführer, Mitarbeiter, Sekretärinnen und natürlich repräsentativen Räumen.

Ob all dieses Geld nicht eingespart werden könnte und z.B. durch eine dramatische Entrümpelung der Steuerermittlung den Unternehmen besser geholfen werden könnte? Probleme lösen die Wettbewerbe auf alle Fälle nicht. Über den Sinn und Nutzen dieser seltsamen Wettbewerbe lässt sich streiten. Aber vielleicht können Sie es mir erklären? Mehr über Wettbewerbe bei biz-AWARDS

Kategorie: Allgemein

Montag, 11. Januar 2010

Sinn und Unsinn von Geschäftsreisen

Erst neulich fiel er wieder in einem Telefonat, der berühmte Satz: “Und dann sollten wir uns mal kennen lernen”. Damit ist natürlich gemeint, dass ich mich auf den Weg mache, den Gesprächspartner in seinem Büro aufsuche, ein kleines, nettes Gespräch führe von etwa einer Stunde, vielleicht noch gemeinsam zu Mittag essen gehe, und dann wieder heimfahre.

Inhalt des Gesprächs?

Man stellt sich ein wenig vor, plaudert, was man macht und gemacht hat, beleuchtet ein wenig die Hintergründe, warum man sich nun hier gegenüber sitzt, hat ein paar Folien über sein Unternehmen mitgebracht, unterhält sich über einige Probleme - möglichst Probleme, die beide haben, also z.B. mit der Finanzkrise und einem dadurch bedingten Umsatzeinbruch, mit dem “Stress” und Druck in der Arbeit, den vielen Terminen usw. Und natürlich bekräftigt man sich gegenseitig darin, zusammen arbeiten zu wollen.

Was ich gegen derartige Geschäftsreisen habe?

  • Sie kosten in erster Linie viel Zeit:
    • Ich muss dort hinfahren, mit Rückfahrt ergeben sich meistens einige Stunden Fahrzeit
    • Ich führe ein Small Talkgespräch, dessen Inhalt meistens nur ein längeres Telefonat wiederholt
    • Ich gehe essen mit den üblichen Zeiten von wenigstens 1 Stunde, in der Regel mehr
  • Sie kosten Geld:
    • Die Fahrten mit Auto und Flugzeug sind nicht kostenlos
    • Die Zeit für die gesamte Tour kann ich nicht produktiv zum wirklichen Geldverdienen nutzen
  • Sie zeigen nicht die “Realität”:
    • In so einem Gespräch versucht jeder, sich möglichst positiv darzustellen. Man hat sich herausgeputzt (wofür hat man schließlich eine entsprechende Businesskleidung). Man spricht über seine Erfolge, nicht aber über die Mißerfolge
    • Man bringt etwas mit und seien es nur die Präsentationsfolien der eigenen Firma, die man dann großzügig überlässt
    • Man geht essen, um eine möglichst positive Atmosphäre zu schaffen. Deshalb geht man auch nicht in die nahe Kantine, sondern wählt eine exquisitere Adresse

Aber: Diese Gespräche zeigen nicht, wie man miteinander umgeht, wenn Meinungsverschiedenheiten auftauchen, wenn sich die Zusammenarbeit aus welchen Gründen auch immer schwierig gestaltet und ob tatsächlich der Wille und die Fähigkeit bestehen, eine gute Partnerschaft zu leben. Das ist nicht anders als in einer Ehe oder einer Beziehung. Gerade Geschäftsreisen mit dem Zweck des “Kennenlernens” erinnern eher an “Fleischbeschau” oder an das neugierige Taxieren der Anderen in einem Tanzkurs.

Wie meine Lösung lautet:

Per E-Mail und Telefon, auch per Videokonferenz kann man sehr gut herausbekommen, ob man zueinander passt. Ich achte sehr darauf, wieviele E-Mails nötig sind, um endlich zu einem Ergebnis zu kommen. Wenn diese zu viele sind, offensichtlich die empfangenen Mails nicht sorgfältig gelesen wurden, die gesendeten Mails nicht aufzeigen, was man eigentlich will, dann breche ich den Kontakt ab. Beim Telefonieren ist es nicht anders. Hier sind es die Fragen:

  • Hört der Andere zu oder will er sich nur darstellen?
  • Hat er eine klare Vorstellung über Inhalt und Ziel des Gesprächs?
  • Wie lange dauert es, um zu einem Ergebnis zu kommen?

Meiner Ansicht nach sind Geschäftsreisen in mindestens 90 % der Fälle überflüssig und können durch den Einsatz der heutigen Medien komplett ersetzt werden. Wenn Telefon und E-Mail nicht ausreichen, um sich ein Bild vom Anderen zu machen, finden sich sicherlich im Internet Bilder und Informationen und sei es in XING.

Warum dennoch weiterhin Geschäftsreisen üblich sind?

  • Man zeigt seine Wichtigkeit. Und sei dies nur gegenüber dem Partner oder den Freunden und Bekannten, die manchmal eh nicht so ganz verstehen, was er eigentlich arbeitet und wie er sein Geld verdient
  • Viele Geschäftsreisen begründen den Anspruch auf ein schickes Auto, auf den Senator Status in der Business Lounge, auf eine Firmen-Kreditkarte usw.
  • Man entzieht sich der Probleme zuhause, ob es schreiende Kinder sind, pubertierende Jugendliche oder eine fordernde Ehefrau, die darauf besteht, mit der eigenen Familie und der Familie ihrer besten Freundin ein Wochenende zu verbringen. Und er weiß genau wie dies abläuft: Erstmal fahren, dann sich darstellen, gemeinsam essen gehen, dann wieder fahren. Und er findet das doch soooo gräßlich!
Kategorie: Existenzgründer und Selbständige, Arbeitnehmer, Allgemein

Dienstag, 29. Dezember 2009

Präsentieren, aber richtig!

Nichts geht mehr ohne Präsentieren. Sie präsentieren sich bei einer Bewerbung, präsentieren einen Business Plan, präsentieren das Firmenprodukt einem Kunden, präsentieren die Projektergebnisse Ihrem Chef, präsentieren Entscheidungsvorlagen und, und, und. Was früher mit der Kreide an der Tafel, später mit Overheadfolien erfolgte, geschieht heute fast immer mit der Software Powerpoint am Computer und Beamer. Die Darstellungsmethode hat sich geändert, aber die zu beachtenden Prinzipien für eine gute Präsentation sind gleich geblieben.

Sie präsentieren richtig, wenn Sie folgendes beachten:

  • Bereiten Sie die Präsentation gründlich vor und stellen Sie sich dabei folgende Fragen:
    • Wer ist Ihre Zielgruppe?
    • Was wollen Sie mit der Präsentation erreichen?
    • Wie gestaltet sich der Rahmen für Ihre Präsentation? (Zeit, Raum, Materialien)
    • Wie wollen Sie sich selbst darstellen? (Kleidung, Auftreten)
    • Wie bekommen Sie Aufmerksamkeit bzw. verhindern, dass Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer verlieren?
  • Proben Sie Ihren “Auftritt” vor dem Spiegel, einer Videokamera oder einer vertrauten Person. Achten Sie dabei insbesondere auf:
    • Ihre Körpersprache, Ihre Gestik und Mimik
    • die Verwendung Ihrer Sprache. Setzen Sie Fragen ein, machen Sie Pausen, variieren Sie mit Sprechtempo und Lautstärke, bringen Sie Emotionen in Ihren Vortrag, wechseln Sie zwischen Fachsprache und lockerem Umgangston
    • machen Sie kritische Passagen “fest”. Dazu gehören ein gut vorbereiteter Start der Präsentation und ein überlegter Schluss, aber auch mögliche Streitpunkte
    • die Nutzung und richtige Auswahl Ihres gesamten “Werkzeugkoffers
  • Betrachten Sie sich kritisch bei Ihrem Probeauftritt und lassen Sie sich Feedback geben
  • Präsentieren Sie in der entsprechenden Situation und achten Sie dabei insbesondere auf die Punkte, die Sie im Probeauftritt als verbesserungswürdig angesehen haben. Greifen Sie sich aber immer nur 1-2 Punkte heraus und versuchen Sie nicht, komplett anders zu präsentieren
  • Lassen Sie sich wieder Feedback geben
  • Nutzen Sie verschiedene Gelegenheiten, um zu präsentieren. Das kann bei Schulungen, der Ausübung eines Ehrenamtes, im Verein, bei Familienfeiern oder im Freundeskreis sein. Manche Diskussion erfordert es, seinen Standpunkt zu präsentieren
  • Und vergessen Sie nie: Übung macht auch beim richtigen Präsentieren erst den Meister
Kategorie: Allgemein

Montag, 27. Juli 2009

Nichts wie Networking?

Nahezu jeder Karriereführer und all die verschiedenen Social Networks, angefangen über XING, Facebook und StudiVZ bis hin zu den Verbänden und Vereinigungen, wie RotaryClub suggerieren: ohne Netze und aktivem Networking geht heutzutage nichts. Also keine erfolgreiche Bewerbung und damit Finden des Traumjobs, keine Chance auf Karriere und für Selbständige und Unternehmer keine wirklich guten Aufträge und damit Kunden, aber auch weniger gute Lieferanten und Mitarbeiter. Stimmt das?

Sicherlich genießt ein erfolgreicher Networker Vorteile: Ein oder mehrere Anrufe bei Gleichgesinnten und ein Problem ist bald gelöst. Aber ist es tatsächlich die beste, die einzige Lösung und was steht an Arbeit dahinter?

Networking heißt immer Geben und Nehmen. Vor dem Nehmen und dem Nutznießen von Kontakten ist erstmal viel Arbeit nötig. Die Anderen aus dem Netzwerk müssen den Neuen erstmal kennenlernen, Vertrauen fassen und auch erfahren haben, dass der Neue bereit und in der Lage ist, sich, seine Fähigkeiten und seine Kontakte ins Netz einzubringen. Das alles erfordert eine Menge Zeit und ist nicht jedermanns Sache. Denn dazu werden Fähigkeiten verlangt, wie

  • Small Talk
  • zugehen auf Andere, Unbekannte
  • sich ausdrücken können
  • die Aufmerksamkeit anderer zu gewinnen und neugierig zu machen
  • positiv in Erinnerung zu bleiben
  • den Anderen aus der Reserve zu locken. D.h. ihn so zu fragen, dass es kein Ausfragen sondern Interesse am Anderen signalisiert
  • aktives Zuhören

Nicht jeder beherrscht all diese Fähigkeiten und nicht jedem macht es Spaß, statt bei seiner Familie zu sein oder Freizeit zu haben, in einem Netzwerk online oder an einem Treffpunkt mit Unbekannten seine Zeit zu verbringen. Ich gehöre auch dazu. Für mich ist Netzwerken immer ein erhebliches Maß an Zeitvergeudung und deshalb ein Aufwand, der sich durch die Ergebnisse meist nicht rechtfertigen lässt.

Lieber setze ich andere Mittel ein:

Bewerbung:

Systematische Analyse des Arbeitsmarkts, meiner Fähigkeiten und Wünsche. Ich versuche, meinen “Traumjob” zu definieren und meinen Traum-Arbeitgeber zu finden oder mich mit diesem Traumjob selbständig zu machen. Meinen Traum-Arbeitgeber ködere ich durch ein “Leistungsmerkmal”, das andere Bewerber nicht aufweisen können, wie z.B. eine wenig beherrschte Sprache (Chinesisch, Farsi), passende Interessen, Zukunftsaspekte. Mit Hilfe des Internets kann ich mich über meine Konkurrenten informieren, den Arbeitsmarkt analysieren, den Arbeitgeber kennen lernen und den Traumjob definieren.

Karriere machen:

Es gibt mittlerweile spezielle Jobbörsen und Plattformen, wie experteer.de, die sich auf die Vermittlung Hochqualifizierter spezialisiert haben. Auch hier lässt sich analysieren, wie die Konkurrenten sich darstellen, wie ich mich unterscheiden kann und was gesucht wird.

Aufträge akquirieren und Lieferanten finden:

Eine Vielzahl an Plattformen ermöglicht es, an Aufträge zu kommen, ohne besonderes Marketing betreiben zu müssen. Angefangen von myhammer.de bis zu IT-Auftragsbörsen. Vorteil dieser Internetmärkte ist die Kenntnis von Erfahrungen Anderer als Käufer bzw. Anbieter einer Leistung. Anders als beim Networking bin ich nicht abhängig von der Einschätzung einer einzigen Person, sondern kann auf die Erfahrung und auf die Sichtweise mehrerer zurückgreifen.

Mitarbeiter finden:

Ebenfalls über das Internet ist es vergleichsweise einfach, potentielle Mitarbeiter anzusprechen. Ich kann selbst Stellenanzeigen schalten oder auf die hinterlegten Steckbriefe zurückgreifen und die Personen kontaktieren. In der Regel finde ich weitere Informationen über die Person im Internet.

Fazit:

Auch diese Möglichkeiten kosten natürlich Zeit. Sie erfordern eine Menge Recherchearbeit und Vorbereitung im Internet. Aber im Gegensatz zum Networking werden die eingangs benötigten Fähigkeiten weitaus weniger benötigt - sie sind natürlich auf keinen Fall hinderlich. Hinzu kommt, die Informationen, die ich hinterlasse, stammen eher von Anderen (virales Empfehlungsmarketing) bzw. sind bewußt von mir öffentlich gemacht (z.B. Internetauftritt, Steckbrief bei Bewerbungsportalen). Und ich kann die Kontaktaufnahme sehr gezielt steuern. Das alles sind für mich Faktoren, die meinem Naturell und meinen Fähigkeiten und Neigungen weitaus eher gerecht werden als Networking. Ich glaube nicht, dass ich damit weniger erfolgreich bin als über das Netzwerken, bei dem ich es sicherlich nie zur Meisterschaft bringen werde. Aber das spricht natürlich nicht gegen Netzwerken “nebenbei”. Dafür bieten sich Möglichkeiten z.B. auf Veranstaltungen und Seminaren, bei denen ich mich mit Anderen unterhalte und ihnen schließlich meine Visitenkarte oder Prospekt überreiche.

Kategorie: Allgemein

Freitag, 25. Januar 2008

Corporate Governance: Das macht eine verantwortungsvolle Unternehmensführung aus

In der Corporate Governance legen Unternehmen und Institutionen ihre Werte und Grundsätze fest, deren Befolgung eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle gewährleisten sollen. Sie gelten für die Mitarbeiter und für die Unternehmensführung. Die Regeln werden in einem Kodex zusammen gefasst, der aus gesetzlichen Bestimmungen, aus sinnvollen anerkannten Grundsätzen und eigenen Unternehmensleitlinien besteht.

Die Corporate Governance regelt in einer Art Gewaltenteilung die Aufgabenverteilung und das Zusammenspiel von Vorstand, Aufsichtsrat und Eigentümern bzw. Aktionären. Dazu gehören auch Leitungs- und Kontrollstrukturen. Die Corporate Governance basiert auf nationalen Gesetzen und unterscheidet sich daher in den verschiedenen Ländern. Sie berücksichtigt die Interessen der verschiedenen Interessengruppen (Stakeholder) und ist auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet. Dies impliziert eine funktionsfähige Unternehmensleitung, eine transparente Unternehmenskommunikation und ein abgewogenes Risikomanagement.

Die Entstehung der Corporate Governance geht in die 1930er-Jahre zurück, als die Interessen von Aktionären und Unternehmensleitung deutlich auseinander klafften. Aufgrund mehrerer Bilanzskandale sind Firmen, die an Kapitalmärkten notiert sind, verpflichtet, eine Corporate-Governance-Erklärung anzugeben. Darin sind Angaben zum internen Kontrollsystem zu machen. Bei Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex müssen die Unternehmen angeben, welche Regelungen sie befolgen. Wenn sie vom Kodex abweichen, ist dies zu begründen.

Weitere Informationen finden Sie im ArbeitsRatgeber

Kategorie: Allgemein

Mittwoch, 27. Juni 2007

Was soll dieser Blog?

Natürlich habe ich mich gefragt, warum ich einen Blog aufsetzen will. Schließlich habe ich doch bereits meine Website ArbeitsRatgeber. Diese Seite ist aber ziemlich trocken und nüchtern. Ist auch beabsichtigt. Schließlich sollen dort die User auf raschem Weg gute Informationen zum Arbeitsleben finden, die ihnen weiterhelfen, schnell ihr Problem zu lösen. Und was soll jetzt der Blog?

Die Frage habe ich vortrefflich beantwortet gefunden bei Hannes Treichl in seinem Beitrag Blogs sind wie Geschäftsessen. Genau das ist es! Beim Geschäftsessen geht es locker zu, man erfährt über seinen Gesprächspartner auch mal etwas Privates. Das Geschäftliche ist zwar präsent, steht aber eigentlich im Hintergrund. Bereits die Atmosphäre ist viel entspannter, man darf genießen, sich zurücklehnen und kann sich Zeit für den Anderen nehmen. Im Büro, am Arbeitsplatz, in der Besprechung oder in der Präsentation ist das nicht möglich. Hier geht es um Fakten, Argumente, Nutzen.

Genau das ist der Zweck, warum ich diesen Blog aufsetze. In erster Linie möchte ich Sie, meinen Adressaten ansprechen. Auf der Website gebe ich Ihnen die Informationen, die Sie brauchen, also für den Verstand. Auf dem Blog möchte ich Sie kennen lernen. Dazu dient die Kommentarfunktion. Schimpfen Sie, lachen Sie, diskutieren Sie mit mir und streiten Sie mit mir über alles was das Arbeitsleben beeinflusst oder mit sich bringt. Bringen Sie Ihre Erfahrungen ein. Hier ist Raum für Emotionen, also für den Bauch.

Ich hoffe, Sie haben Appetit auf ein gutes Geschäftsessen, pardon Blog.

Kategorie: Allgemein

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