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Montag, 17. Juni 2013

Kündigung im Mobbingfall. So beugen Sie vor

Die meisten Mobbingfälle enden mit einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses! Wie kann man vorbeugen?

Die Anzahl der Mobbingfälle in deutschen Unternehmen ist hoch: Rund 1,5 Millionen Menschen sind jeden Tag im Berufsleben Mobbing ausgesetzt – eine Situation, die nicht nur das Arbeitsklima, sondern ganz besonders auch Psyche und Gesundheit der Betroffenen belastet. Betriebsratsmitglieder sind häufig die ersten Ansprechpartner, ein Arbeitsrecht Seminar oder ein Seminar zum Thema Mobbing ist daher empfehlenswert. Vor allem Betriebsratsvorsitzende sollten sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigen, um im konkreten Fall Hilfe und Informationen bieten zu können.

Kündigung als letzter Ausweg?
In vielen Mobbingfällen wird innerhalb der Betriebe nicht nach den Ursachen gesucht. Die Folge: Die Betroffenen kündigen ihren Job, um dem Mobbing zu entgehen und in einem neuen beruflichen Umfeld ihren Weg fortzusetzen. Eine Kündigung wird von Mobbingopfern meist als der letzte Ausweg aus der Situation gesehen und als Niederlage empfunden. Ein geschulter Betriebsrat hätte in diesen Fällen eine Eskalation und die Kündigung verhindern können. In einer entsprechenden Fortbildung lernt ein Betriebsratsmitglied Möglichkeiten, Mobbingfälle frühzeitig zu erkennen und deeskalierende Handlungsweisen in diesen Fällen kennen. Zudem wird vermittelt, wie alle Beteiligten aus Mobbing-Vorfällen lernen und so das Betriebsklima verbessern können. Auch rechtliche Inhalte wie etwa Themen zum Betriebsverfassungsgesetz gehören zu den Inhalten der angebotenen Seminare.

Mobbing erkennen, Auswege erarbeiten
Ziel eines Seminars zum Thema Mobbing ist, in erster Linie Strukturen zu erkennen, die das Auftreten von Mobbingfällen begünstigen können und im Folgenden diese zu verhindern. Zudem qualifiziert die Teilnahme als direkter Ansprechpartner für Mobbing-Beteiligte im eigenen Unternehmen. Inhalt des Seminars ist aus diesem Grund auch immer das Thema “gruppendynamische Prozesse”. Häufig entwickelt sich Mobbing aus einer eher unbedeutenden Konfliktsituation heraus: Aus dem Streit mit einer einzigen Person entsteht eine Gruppendynamik, der gegenüber der Gemobbte machtlos ist. Eine mögliche Folge kann sein, dass der Betroffene in seiner Tätigkeit immer öfter Fehler macht und aufgrund dieser Fehler vom Vorgesetzten sanktioniert wird – Versetzung oder sogar Kündigung sind die Folge, doch der eigentliche Mobbing-Vorgang bleibt ohne Folgen. An dieser Stelle kann ein Betriebsratsmitglied aktiv werden, indem die Strukturen in den einzelnen Abteilungen erkannt und in Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten geändert wird.

Das Thema im Betrieb zur Sprache bringen
Nach einer erfolgreichen Teilnahme einer Schulung zum Thema Mobbing, sollten die Ergebnisse im Betrieb verbreitet und im Unternehmen zur Sprache gebracht werden. Schulungskozepte für Mitarbeiter ermöglichen es, zusätzlich für das Thema zu sensibilisieren und weitere Ansprechpartner zu etablieren.

Von Fällen aus der Praxis berichten
Im Rahmen eines entsprechenden Seminars besprechen die Teilnehmer Fälle aus der eigenen betrieblichen Praxis – eine weitere Möglichkeit, aus diesen Situationen zu lernen und weiteren Fällen vorzubeugen. Vor der kommenden Betriebsratswahl sollten man sich also über eine Seminarteilnahme informieren.

Kategorie: Arbeitnehmer

2 Kommentarezu ' Kündigung im Mobbingfall. So beugen Sie vor'

Kommentare zu 'Kündigung im Mobbingfall. So beugen Sie vor' mit RSS

  1. Fachkräftebindung kommentierte am 25.07.2013 um 10:21 Uhr

    Die Gefahr, die bei Mobbing entsteht, ist ja nicht nur der Verlust eines Mitarbeiters. Auch das Know-How des Mitarbeiters geht verloren. Außerdem muss das Unternehmen eine Menge Kosten zur Einarbeitung einer neuen Fachkraft tragen. Mit Hilfe von Mitarbeitermotivation, Unternehmenskultur und einer offenen Kommunikation sollte es möglich sein, Mobbing im Unternehmen zu vermeiden. Mittelständische Unternehmen sollten an die Bindung von Fachkräften denken. Denn eines ist sicher: der Fachkräftemangel wird kommen. Wenn dann ein Unternehmen gute Fachkräfte auf Grund von Mobbing verlieren, sind diese doppelt gestraft.

  2. Reinhard kommentierte am 25.03.2014 um 10:32 Uhr

    Man kann der Gefahr des Mobbing nicht entgegenwirken. Man kann sicher alles versuchen, dass es nicht so weit kommt. Viele Unternehmer nehmen das Thema immer noch nicht ernst genug.

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