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Freitag, 30. November 2012

Gesellschaft mit begrenzter Haftung – Was bei der Gründung einer GmbH zu beachten ist

Gesellschaft mit begrenzter Haftung – das klingt gut, und für so manchen Unternehmer ist das auch gut. Der Sinn einer GmbH ist es nämlich, dass persönliche unternehmerische Risiko zu begrenzen. Allerdings sind ein paar wichtige Gesichtspunkte zu beachten, denn die Gründung an sich kostet mehr Zeit und Geld als so mancher sich das vielleicht vorstellt. Zuerst mal die gute Nachricht, jeder Mensch der mindestens 18 Jahre alt ist und der keinen juristischen oder medizinischen Beschränkungen unterworfen ist, Alkoholsucht zum Beispiel, darf eine GmbH gründen.

Für wen lohnt sich eine GmbH?
Die zentrale Frage ist natürlich erst einmal; lohnt sich diese Geschäftsform für mich? Wer sich selbst als Geschäftsführer einsetzen will, ist mit einer GmbH gut bedient, weil das Gehalt als Betriebsausgabe gewertet wird und den zu versteuernden Gewinn verringert. Auch für Familienunternehmen ist sie eine geeignete Rechtsform, denn der oder die Gesellschafter müssen nicht unbedingt auch Geschäftsführer sein, und Unternehmen die absehbar ein größeres unternehmerisches Risiko tragen wählen gerne die GmbH, denn diese reduziert das persönliche finanzielle Risiko auf die Geschäftseinlage.

An die Gründung sind Bedingungen geknüpft!
Wird es dann ernst mit der Gründung der GmbH und ist ein voll geschäftsfähiger Geschäftsführer gefunden, heißt es erst einmal 25000 Euro für das Stammkapital zu besorgen. Dabei zählen auch Sacheinlagen in Form von Einrichtung oder Maschinen, sofern sie – und darauf wird streng geachtet – in einem Sachgründungsbericht als notwendig anerkannt werden. Im Übrigen muss der Sitz der GmbH in Deutschland liegen und es muss geprüft werden, ob nicht ein anderes Unternehmen den gleichen Namen trägt. Wer Möbel herstellen möchte sollte sich also nicht “Portos GmbH” nennen denn die Verwechslung mit Portas wäre zu groß. Die Bezeichnung GmbH muss auch auf jeder Geschäftsdrucksache, egal ob Rechnung oder Lieferschein, aufgedruckt werden.

Alles was Recht ist – ohne Notar geht nichts!
Nun kommt der Gang zum Notar, denn der muss die Gründung der GmbH beurkunden. In dieser Urkunde werden Name und Sitz, der Gegenstand, Höhe des Stammkapitals und die Summe eingetragen, die jeder Gesellschafter, wenn es mehrere sind, in die GmbH eingeschossen hat. Es folgen dann noch die Geschäftsführerbestellung, der Gesellschaftsvertrag und die Gesellschafterliste.

Das war’s – aber nur fast, denn jetzt muss die GmbH noch bei verschiedenen Stellen angemeldet werden. Zuerst beim Finanzamt, dann folgt das Gewerberegister, die IHK oder die Handwerkskammer. Die restlichen Anmeldungen – Handelsregister und Amtsgericht – erledigt der Notar, denn nur der darf das. Das macht er nicht umsonst sondern er orientiert sich, wie auch das Amtsgericht mit seinen Gebühren nach dem Geschäftswert der GmbH.

Nun kann die GmbH offiziell den Betrieb aufnehmen. Die anfangs etwas teure Gründung zahlt sich dann aus, weil der zu versteuernde Gewinn durch viele Kostenfaktoren reduziert werden kann.

Kategorie: Existenzgründer und Selbständige

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