Sinn und Unsinn eines Karrierecoaching
Gibt man in Google “karrierecoaching” als Suchbegriff ein, werden 255.000 Treffer angezeigt. Hinter diesen Ergebnissen stehen überwiegend Firmen, die dies als Leistung anbieten. Offenbar besteht ein großer Markt dafür.
Bei genauerem Studium des Angebots lässt sich feststellen, dass als Ziele eines Karrierecoachings Karriereplanung, Neuorientierung, Weiterentwicklung, Work-Life-Balance und die Lösung persönlicher und beruflicher Probleme genannt werden. Während noch vor wenigen Jahren vor allem Manager in heiklen Situationen Unterstützung durch einen Coach gesucht haben, greifen auf diese Dienstleistungen mittlerweile auch Schulabgänger zu. Auch Arbeitnehmer und Selbständige gehören zur Klientel.
Doch kann ein Karrierecoach tatsächlich die Hilfe geben, die Familienmitglieder, Freunde, Arbeitskollegen und Chefs üblicherweise geben? Sie kennen den Hilfesuchenden und seine Situation besser als jeder Coach. Sie verfolgen seine Entwicklung teilweise über Jahre und wissen um die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz, im Unternehmen und im Aufgabenfeld. Schließlich stecken sie selbst mittendrin. Gewiß hat ein Außenstehender häufig einen anderen Blick auf die Situation als die Betroffenen, aber ihm erschließt sich nur eine Momentaufnahme.
Hinzu kommt, dass ein Karrierecoach verschiedene Situationen nur vom Hörensagen kennt, aber selbst selten Betroffener war. Z.B. kennt ein Psychologe, der sich nach seinem Studium selbständig machte, nie ein Unternehmen von innen. Er kennt keinen Konkurrenzdruck um die wenigen Führungspositionen, keine sexuelle Belästigung, kein Mobbing, keine ständigen Umorganisationen, keinen permanenten Austausch des Führungspersonals, kein Sterben von Projekten in der Umsetzungsphase. Wie will dieser Coach dann eigentlich helfen? Nur durch Zuhören? Braucht es nicht auch handfeste Ratschläge, um Situationen meistern zu können?
Meines Erachtens helfen Karrierecoaches dem Manager, der keine Möglichkeit mehr hat, Hilfe und Unterstützung in seinem Umfeld zu bekommen. Macht macht schließlich einsam. Aber alle anderen sind meiner Meinung nach besser beraten, sich an Mentoren oder eben an ihr persönliches Netzwerk zu wenden. Das ist in der Regel kostenlos und bringt letztendlich viel mehr.
Was haben Sie für Erfahrungen gemacht?
Kategorie: Arbeitnehmer, Berufsanfänger
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Sicher ist es oft einfacher und vor allem kostengünstiger, sich an einen Bekannten, Kollegen etc. aus seinem Netzwerk zu wenden. Allerdings ist diese Hilfe meiner Meinung nach vielleicht für den ersten Moment hilfreich und unterstützend, aber auf längere Sicht fehlen diesen “Laien” einfach die nötigen Kompetenzen,um wirklich effektiv und nachhaltig an bestimmten Situationen zu arbeiten.
Ich selbst kann aus Erfahrung sagen, dass ein Karrierecoaching wirklich noch einmal ganz andere Seiten und Sichtweisen in mir geweckt haben.
Die Firma COATRAIN GmbH hat mich mit ihrem Coaching (http://coatrain.de/coaching/karriereentwicklungs-coaching.php) bei jedem einzelnen Umsetzungsschritt begleitet und ich habe mich dabei sehr gut aufgehoben gefühlt. Nicht immer hat man den Mut, Menschen aus seinem Umfeld anzusprechen, weil man sie evtl. nicht belasten oder nerven will. Und so ein Prozess ist mit ein zwei Gesprächen oder guten Tipps längst nicht abgeschlossen.