Dienstag, 13. April 2010
Weiterbildung und Teilzeit
Arbeiten in Teilzeit ist unter verschiedenen Gesichtspunkten sinnvoll:
- Bei Eltern, die ihre Kinder betreuen und mit ihnen mehr Zeit verbringen wollen, als dies bei einer Vollzeitbeschäftigung mit ca. 40 Stunden pro Woche möglich wäre. In vielen Fällen ist auch keine Kinderbetreuung durch entsprechende Einrichtungen möglich bzw. zu teuer
- Bei Personen, die sich selbstständig machen wollen. Gerade eine Existenzgründung benötigt häufig viel Zeit und kann nicht unbedingt in der Freizeit erfolgen.
- Bei Personen, die eine Weiterbildung anstreben. Umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen können nicht neben einem normalen Job absolviert werden. Vielmehr ist es notwendig, sich auf Studien und Prüfungen ausreichend vorzubereiten und zu konzentrieren. Der Bildungsurlaub kann dies unterstützen, reicht aber selten aus. Um zu verhindern, dass eine Arbeitsstelle gekündigt werden muss, um sich weiter zu bilden, bietet sich die Möglichkeit an, Teilzeit zu arbeiten und dadurch auch weiterhin Einkommen zu erzielen.
- Bei Personen, die anderweitigen Interessen nachgehen wollen/müssen. Das kann die Pflege von Familienangehörigen sein, ein anstehender Hausbau, intensives Sporttreiben, oder einfach weniger arbeiten zu wollen aus gesundheitlichen Gründen oder auch individuellen Vorstellungen zur Work-Life-Balance
Trotz der verschiedenen Motivation, Teilzeit zu arbeiten, sind die Beweggründe ähnlich:
- Es soll/muss ein regelmäßiges Einkommen erzielt werden
- Ein vorhandener Arbeitsplatz soll nicht aufgegeben werden und möglicherweise wieder in eine Vollzeitstelle umgewandelt werden
- Auf einen kommunikativen Austausch mit Kollegen soll nicht verzichtet werden
Die Weiterbildung spielt gerade bei Teilzeitarbeitern eine wichtige Rolle. Einerseits kann die Weiterbildung der Grund sein, um in Teilzeit zu arbeiten. Ausserhalb der Arbeitszeit kann dann eine Ausbildung, ein Studium oder eine Fortbildung gemacht werden.
Andererseits ist ständige Weiterbildung auch bei Teilzeitarbeitern notwendig, um
- die “Employability” zu erhalten und zu verbessern. Viele Berufe verändern sich permanent, erfordern neue Kenntnisse und Fähigkeiten oder werden sogar überflüssig. Umso wichtiger ist es, sich selbst entsprechend weiter- und fortzubilden
- die eigene “Konkurrenzfähigkeit” zu erhalten. Arbeitsplätze sind heutzutage heftig umkämpft. Bei Kündigungsmaßnahmen oder Sozialplänen sind Teilzeitarbeiter besonders oft betroffen. Wer besondere Fähigkeiten mitbringt, wird dagegen gerne gehalten oder sogar umworben
- Und schließlich ermöglicht Weiterbildung erst den Einstieg in Teilzeitarbeit, gerade wenn der Betroffene einige Jahre nicht gearbeitet hat. Es erleichtert Müttern, Arbeitslosen oder auch Aussteigern, z.B. bei einem Sabbatical, den Wiedereinstieg in einen Job
Die genannten Gründe sollten gerade Teilzeitarbeiter anhalten, auf regelmäßige Weiterbildung zu achten. Deshalb:
- Nutzen Sie Maßnahmen zur Weiterbildung, die Ihr Arbeitgeber anbietet, z.B. in Form einer innerbetrieblichen Schulungsmaßnahme
- Machen Sie sich selbst einen Weiterbildungsplan
- Besprechen Sie Ihre Weiterbildung mit Ihrem Arbeitgeber bei Ihrem Mitarbeitergespräch
- Kalkulieren Sie Zeit und Geld für Ihre Weiterbildungen
- Nutzen Sie neben normalen Seminaren auch die Möglichkeiten des e-Learning oder von Fortbildungen über das Internet
Gebloggt von Angela ·
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