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Dienstag, 26. Januar 2010

Work Life Balance

Die Work Life Balance ist ein beliebtes Thema in Zeitschriften und Literatur. Und es wird vermehrt für die Unternehmen ein Thema. Dabei geht es darum, attraktive Arbeitsplätze anzubieten und v.a. Krankheitsstände und Fluktuation von Mitarbeitern zu vermeiden. Wer ausgebrannt ist, also unter Burnout leidet, kann keine Leistung mehr erbringen.

Unternehmen können entsprechende Rahmenbedingungen schaffen:

  • Flexible Arbeitszeiten, Teilzeit, Auszeit
  • Flexibler Arbeitsplatz, mit Arbeiten von zuhause aus, Jobsharing
  • Eigenverantwortung von Führungskräften und Mitarbeitern zulassen bzw. Freiheitsräume geben für Entscheidungen, Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten
  • Programme zu Ernährung, Stressabbau und Fitness

Die Mitarbeiter können zu ihrer Work Life Balance beitragen, indem sie:

  • sich Ziele setzen und sich darüber klar werden, wie die persönliche Work Life Balance aussehen soll
  • Prioritäten setzen
  • delegieren
  • Zeitmanagement betreiben
  • schnelle Entscheidungen treffen

Die Lösungen für die eigene Work Life Balance werden immer individuell sein und können je nach Lebenssituation ganz unterschiedlich ausfallen. Mancher will nach absolviertem Studium Karriere machen und durch Projekte im In- und Ausland möglichst viel kennen lernen und Erfahrungen sammeln. Er empfindet dann so manchen 16 Stunden-Tag als aufregend. Ein Anderer hat eine junge Familie und möchte so viel Zeit wie möglich mit dieser verbringen. Seine Wunschvorstellung ist ein anspruchsvoller Teilzeitjob.

Wichtig ist bei all diesen Möglichkeiten, dass sich der Betreffende wohl fühlt und nichts Wesentliches vermisst. Dann ist sein Leben am ehesten in der richtigen Work Life Balance.

Kategorie: Allgemein

Montag, 25. Januar 2010

Zahlungsmoral

Dieses Verhalten ist schon erstaunlich: Der Kunde bekommt eine Leistung geliefert, aber bezahlt wird erst mehrere Wochen, oder gar Monate später oder auch gar nicht.

Wenn ich die Bezahlung einer Rechnung anmahne, erhalte ich Mails, die kundtun, dass die Überweisung jeden Moment eingehen müsste. Aber auch nach einigen Tagen ist kein Zahlungseingang feststellbar. Also hake ich nochmals nach. Jetzt wird behauptet, dass

  • die Rechnung erst viel später eingegangen sei als es tatsächlich der Fall ist
  • man ein großes Unternehmen ist und hier die Prozesse einfach länger dauern würden (mindestens 3-4 Wochen)
  • die Mitarbeiter der Buchhaltung erkrankt oder in Urlaub seien
  • man keinen Einfluss auf die Zahlung der Rechnung habe

Mir ist klar, dass die Buchhalter die Weisung bekommen, die Rechnungen so spät wie möglich zu bezahlen und wahrscheinlich auch eine entsprechende Vorgabe haben. Bei diesem Vorgehen handelt es sich schließlich um kosten- bzw. zinslose Lieferantenkredite.

Wenn irgend möglich, setze ich daher in solchen Fällen die Leistungserbringung der Dienstleistung aus. Nur so lässt sich Druck ausüben. Umso mehr erstaunt mich dann die Dreistigkeit, wenn  die Unternehmen anschließend von mir fordern, weiterhin in Vorleistung zu gehen und sich mit dem Zahlungseingang doch ein wenig zu gedulden. Und selbstverständlich werde man bei nächsten gemeinsamen Projekten darauf achten, dass die Zahlung vor Leistungserbringung erfolgt.

Weitere gemeinsame Projekte? Erstens glaube ich nicht daran, dass tatsächlich weitere Projekte erfolgen, zweitens bin ich überhaupt nicht daran interessiert, mit Kunden Geschäfte zu machen, die man wegen einigen Euros mehrmals anmahnen muss. Jede Mail oder jedes Telefonat dafür kostet mehr als der Umsatz aus diesem Geschäft beträgt! Und drittens bin ich keine Bank. Als Existenzgründer und Unternehmer eines Kleinstbetriebes lacht mich jeder aus, wenn ich eine Leistung haben will, die ich nicht sofort bezahle. Warum soll ich andere Firmen aufgrund ihrer Größe anders behandeln?

Fazit: Generell werden alle Leistungen grundsätzlich nur nach Vorkasse erbracht!

Hier finden Sie noch einen Ratgeber “Was tun, wenn der Kunde nicht zahlt?”

Was haben Sie für Erfahrung mit der Zahlungsmoral Ihrer Kunden gemacht?

Kategorie: Existenzgründer und Selbständige

Montag, 25. Januar 2010

Jobsuche über Firmen-Websites

Wer heutzutage einen Job bzw. eine Arbeitsstelle sucht, dem bieten sich eine Vielzahl von Möglichkeiten:

  • Eigenes Stellengesuch in der Presse und im Internet
  • Initiativbewerbung
  • Stellenanzeigen in den regionalen und überregionalen Zeitungen und in diversen Fachzeitschriften
  • Jobbörsen im Internet
  • Recruiting- und Karrieremessen
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Private Arbeitsvermittler und Headhunter
  • Networking
  • und nicht zuletzt: Firmen-Websites

Die Firmen haben schon seit einigen Jahren erkannt, dass sie qualifizierte potentielle Mitarbeiter auch über das Internet direkt ansprechen können. Zudem lässt sich der Bewerbungsprozess teilweise automatisieren, wenn die Stellenausschreibung und die Bewerbung über die Internetseite erfolgen. Gerade bei Großkonzernen ein wichtiger Faktor, um die große Anzahl von Bewerbungen bearbeiten zu können. Diese Firmen-Websites ähneln sich sehr stark:

  • Firmenvorstellung
  • Aufzeigen des Angebots an die Mitarbeiter, wie Sozialleistungen, Sportangebote, Kantine, besondere Vergütungen, Karrieremöglichkeiten usw.
  • Stellenangebote
  • Hilfen zur Bewerbung

Einen neuen, interessanten Ansatz wählt die Otto Group mit ihrem Karriereportal. Bereits die Aufmachung vermittelt eher den Eindruck eines Jugendmagazins als den einer klassischen Firmen-Website. Hier kann man Fan werden, Mitarbeiter äußern sich und stellen die Firma vor bzw. empfehlen Jobs. Facebook, twitter und natürlich YouTube werden genutzt, um mögliche Bewerber anzusprechen.

Die Möglichkeiten des Recruiting 2.0, d.h. die Nutzung der Social Media Kanäle werden hier umgesetzt . Zudem werden Videos gedreht und auf YouTube eingestellt, die relativ biedere Themen wie Bewerbungsgespräche auf eine andere Weise umsetzen, als man dies bislang gewöhnt ist:

Kategorie: Berufsanfänger

Sonntag, 24. Januar 2010

Lösen Wettbewerbe Probleme?

Immer wieder bin ich erstaunt, was für Wettbewerbe es mittlerweile gibt. Business Plan Wettbewerbe kann ich ja noch verstehen, helfen sie doch Gründern, in die Öffentlichkeit zu kommen, wahrgenommen zu werden, notwendige Kontakte zu finden oder auch Kapitalgeber. Aber mittlerweile gibt es für fast (?) alles einen Wettbewerb. Die besten Mittelstandsberater werden darüber ermittelt, erfolgreiche Bildungskonzepte gefunden, Gefährdungen durch Gefahrstoffe erkannt, Gesundheitsförderung in der Unternehmenskultur integriert usw. Ich habe den Eindruck, dass diese Wettbewerbe generelle Probleme lösen sollen, wenn aus anderweitigen Gründen dies misslingt oder nicht erfolgt. Aber ist das möglich?

  • Die Ermittlung der “Sieger” hängt von den Bewerbern ab. Nur wer mitmacht, kann zum Sieger gekürt werden. Alle, die sich lieber auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren und keine Zeit für die häufig umfangreiche Bewerbung bei diesen Wettbewerben investieren, bleiben außen vor. Aber vielleicht sind genau sie die Besseren?
  • Die Kriterien für die Auswahl der Gewinner bleiben üblicherweise im Dunkeln. Irgendwelche Juroren bestimmen die Sieger. Nicht immer sind diese auch Experten. So sind bei manchem Business Plan Wettbewerb die Juroren Beamte, die zufällig in einem Resort eines Ministeriums oder einer Kommune sitzen, die sich mit Existenzgründung befasst. Sie haben niemals selbst ein Unternehmen gegründet und haben keine Vorstellung davon, Unternehmer zu sein und auf gesichertes Einkommen und Rentenansprüchen bei festen Arbeitszeiten und klar definierten Zuständigkeiten zu verzichten.
  • Was bringen diese Wettbewerbe? Nur ein kleiner Kreis erfährt von den Ergebnissen der Wettbewerbe, so dass diese nicht einmal zum Nachahmen anregen. Der Gewinner wird geehrt, ein Foto gemacht für die Publikation des Veranstalters, ein Preis, meist in Form eines Preisgeldes vergeben. Die Urkunde über den gewonnenen Wettbewerb wird meist im Eingangsbereich des jeweiligen Unternehmens aufgehängt.
  • Meiner Meinung nach dienen diese Wettbewerbe in erster Linie dem Wettbewerbsveranstalter. Schließlich muss er seine Daseinsberechtigung beweisen: Für diese Wettbewerbe werden Gelder, meist Steuergelder, bereitgestellt, Arbeitsplätze geschaffen. In der Regel sind diese selbst kleine Unternehmen mit Geschäftsführer, Mitarbeiter, Sekretärinnen und natürlich repräsentativen Räumen.

Ob all dieses Geld nicht eingespart werden könnte und z.B. durch eine dramatische Entrümpelung der Steuerermittlung den Unternehmen besser geholfen werden könnte? Probleme lösen die Wettbewerbe auf alle Fälle nicht. Über den Sinn und Nutzen dieser seltsamen Wettbewerbe lässt sich streiten. Aber vielleicht können Sie es mir erklären? Mehr über Wettbewerbe bei biz-AWARDS

Kategorie: Allgemein

Dienstag, 12. Januar 2010

Hartz IV – wer soll das berechnen?

Die Betroffenen wissen es längst, aber nun hat auch die Bundesagentur für Arbeit festgestellt, dass mehr als 1/3 aller Hartz-IV-Bescheide falsch sind und die eingelegten Widersprüche berechtigt sind.

Nur, meiner Ansicht nach liegt es weniger an den ARGE-Mitarbeitern, bei denen Qualifikationsdefizite vorliegen und deren hohe Personalfluktuation, als vielmehr im System. Ich habe versucht, die Hartz IV-Themen verständlich für die Internetseite ArbeitsRatgeber aufzubereiten und  die ALG-II-Zahlungen für Beispiele auszurechnen. Dabei bin ich in vielen Fällen gescheitert und musste zudem feststellen, dass die vorhandenen Beispielrechnungen häufig immer die gleichen sind, weil sie offenbar für andere Zahlen nicht funktionieren. Besonders auffällig ist dies beim Kinderzuschlag, der verhindern soll, dass Eltern Arbeitslosengeld II beziehen müssen.

Hartz IV wird durch viele Bestimmungen geregelt. Die Höhe der Auszahlung ist abhängig von der Bedarfsgemeinschaft, von Einkommen und Vermögen, vom Hinzuverdienst, von den Wohnungs- und Heizkosten, von Mehrbedarfen, von Zahl und Alter der Kinder und nicht zuletzt von der jeweiligen Versicherungssituation des Einzelnen. Gerichte entscheiden, ob ein Audi A 6 so viel Vermögen darstellt, dass kein Hartz IV-Anspruch vorliegt, Gemeinden bestimmen darüber, ob eine eigengenutzte Eigentumswohnung zu groß ist, die Mitarbeiter von ARGE’n überprüfen, ob Mehrbedarfe bei bestimmten Krankheitsbildern tatsächlich benötigt werden.

Wen wundert es bei derart unklaren Regelungen, dass Unklarheit bei den Hartz IV-Bescheiden die Regel und nicht die Ausnahme sind? Wer kann tatsächlich nachvollziehen, wie die Hartz IV-Leistungen sich zusammensetzen und konkret errechnen? Ich kann mir vorstellen, dass 2 Experten für dieses Thema bei einer etwas komplizierteren Konstellation als

  • einem alleinstehenden und allein wohnenden Arbeitslosen,
  • der nichts hinzuverdient,
  • nicht krank ist und
  • außer ein paar Kleidungsstücken und alten Möbeln kein Eigentum besitzt,

zu völlig unterschiedlichen Berechnungen kommen. Als Experte verstehe ich natürlich jemanden, der sich schon länger mit dieser Thematik befasst und nicht vorher bei einem Friedhofs- oder Gartenbauamt beschäftigt war.

Leider befürchte ich, dass durch die nun stattfindende Diskussion mit dem Zwang der Politik, Neues zu schaffen, die Regeln nicht vereinfachen wird, sondern weitere Ausnahmeregeln und Sonderbestimmungen hinzukommen werden. Wie beim Ausfüllen der Formulare zur Steuererklärung ein Steuerberater notwendig ist, wird beim Ausfüllen der Formulare zu Hartz IV ein Hartz IV-Berater nötig. Und wie die vom Steuerberater eingereichten Steuererklärungen wesentlich eher anerkannt werden, werden dann auch die vom Hartz IV-Berater eingereichten Hartz IV-Erklärungen eher anerkannt. Natürlich erhält der Hartz IV-Empfänger dann auch eine pauschale Kostenerstattung für den Hartz IV-Berater. Und nicht zuletzt schafft dieses System neue Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze durch den neu zu schaffenden Beruf des Hartz IV-Beraters!

Kategorie: Arbeitslose

Montag, 11. Januar 2010

Sinn und Unsinn von Geschäftsreisen

Erst neulich fiel er wieder in einem Telefonat, der berühmte Satz: “Und dann sollten wir uns mal kennen lernen”. Damit ist natürlich gemeint, dass ich mich auf den Weg mache, den Gesprächspartner in seinem Büro aufsuche, ein kleines, nettes Gespräch führe von etwa einer Stunde, vielleicht noch gemeinsam zu Mittag essen gehe, und dann wieder heimfahre.

Inhalt des Gesprächs?

Man stellt sich ein wenig vor, plaudert, was man macht und gemacht hat, beleuchtet ein wenig die Hintergründe, warum man sich nun hier gegenüber sitzt, hat ein paar Folien über sein Unternehmen mitgebracht, unterhält sich über einige Probleme – möglichst Probleme, die beide haben, also z.B. mit der Finanzkrise und einem dadurch bedingten Umsatzeinbruch, mit dem “Stress” und Druck in der Arbeit, den vielen Terminen usw. Und natürlich bekräftigt man sich gegenseitig darin, zusammen arbeiten zu wollen.

Was ich gegen derartige Geschäftsreisen habe?

  • Sie kosten in erster Linie viel Zeit:
    • Ich muss dort hinfahren, mit Rückfahrt ergeben sich meistens einige Stunden Fahrzeit
    • Ich führe ein Small Talkgespräch, dessen Inhalt meistens nur ein längeres Telefonat wiederholt
    • Ich gehe essen mit den üblichen Zeiten von wenigstens 1 Stunde, in der Regel mehr
  • Sie kosten Geld:
    • Die Fahrten mit Auto und Flugzeug sind nicht kostenlos
    • Die Zeit für die gesamte Tour kann ich nicht produktiv zum wirklichen Geldverdienen nutzen
  • Sie zeigen nicht die “Realität”:
    • In so einem Gespräch versucht jeder, sich möglichst positiv darzustellen. Man hat sich herausgeputzt (wofür hat man schließlich eine entsprechende Businesskleidung). Man spricht über seine Erfolge, nicht aber über die Mißerfolge
    • Man bringt etwas mit und seien es nur die Präsentationsfolien der eigenen Firma, die man dann großzügig überlässt
    • Man geht essen, um eine möglichst positive Atmosphäre zu schaffen. Deshalb geht man auch nicht in die nahe Kantine, sondern wählt eine exquisitere Adresse

Aber: Diese Gespräche zeigen nicht, wie man miteinander umgeht, wenn Meinungsverschiedenheiten auftauchen, wenn sich die Zusammenarbeit aus welchen Gründen auch immer schwierig gestaltet und ob tatsächlich der Wille und die Fähigkeit bestehen, eine gute Partnerschaft zu leben. Das ist nicht anders als in einer Ehe oder einer Beziehung. Gerade Geschäftsreisen mit dem Zweck des “Kennenlernens” erinnern eher an “Fleischbeschau” oder an das neugierige Taxieren der Anderen in einem Tanzkurs.

Wie meine Lösung lautet:

Per E-Mail und Telefon, auch per Videokonferenz kann man sehr gut herausbekommen, ob man zueinander passt. Ich achte sehr darauf, wieviele E-Mails nötig sind, um endlich zu einem Ergebnis zu kommen. Wenn diese zu viele sind, offensichtlich die empfangenen Mails nicht sorgfältig gelesen wurden, die gesendeten Mails nicht aufzeigen, was man eigentlich will, dann breche ich den Kontakt ab. Beim Telefonieren ist es nicht anders. Hier sind es die Fragen:

  • Hört der Andere zu oder will er sich nur darstellen?
  • Hat er eine klare Vorstellung über Inhalt und Ziel des Gesprächs?
  • Wie lange dauert es, um zu einem Ergebnis zu kommen?

Meiner Ansicht nach sind Geschäftsreisen in mindestens 90 % der Fälle überflüssig und können durch den Einsatz der heutigen Medien komplett ersetzt werden. Wenn Telefon und E-Mail nicht ausreichen, um sich ein Bild vom Anderen zu machen, finden sich sicherlich im Internet Bilder und Informationen und sei es in XING.

Warum dennoch weiterhin Geschäftsreisen üblich sind?

  • Man zeigt seine Wichtigkeit. Und sei dies nur gegenüber dem Partner oder den Freunden und Bekannten, die manchmal eh nicht so ganz verstehen, was er eigentlich arbeitet und wie er sein Geld verdient
  • Viele Geschäftsreisen begründen den Anspruch auf ein schickes Auto, auf den Senator Status in der Business Lounge, auf eine Firmen-Kreditkarte usw.
  • Man entzieht sich der Probleme zuhause, ob es schreiende Kinder sind, pubertierende Jugendliche oder eine fordernde Ehefrau, die darauf besteht, mit der eigenen Familie und der Familie ihrer besten Freundin ein Wochenende zu verbringen. Und er weiß genau wie dies abläuft: Erstmal fahren, dann sich darstellen, gemeinsam essen gehen, dann wieder fahren. Und er findet das doch soooo gräßlich!
Kategorie: Allgemein, Arbeitnehmer, Existenzgründer und Selbständige

Freitag, 1. Januar 2010

Nutzen von Bewerbungsservices

Mittlerweile hat sich eine neue Dienstleistungsbranche etabliert, die Services rund ums Bewerben anbieten: Von vielfältigen Bewerbungsmappen angefangen, vom professionellen und spezialisierten Bewerbungsfotografen, eines bunten und breit gefächerten Literaturangebots, Karriereberatern, Bewerbungscoaches bis zu Bewerbungsseminaren reicht das Angebot. Und ganz offensichtlich boomt diese Branche, sonst würden nicht immer weitere Anbieter auf diesen Markt stürmen.

Doch was bringen diese Angebote tatsächlich für einen Nutzen? Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat gezeigt, dass Empfänger von Arbeitslosengeld II durch Bewerbertrainings kaum profitieren, sondern das Geld besser angelegt wäre in Weiterbildungsmaßnahmen wie Umgang mit dem Computer oder das Erlernen von Fremdsprachen. (s.  sueddeutsche.de, 30.12.2009). Ob das bei anderen Bewerbern anders ist?

Fakt ist, dass jeder Bewerber auf ordentliche Unterlagen achten sollte, um nicht bei der ersten Durchsicht bei der Personalabteilung oder der ausschreibenden Stelle aussortiert zu werden. Aber das war schon immer so, wenn mehrere Bewerbungen vorliegen. Hinzu kommt, dass manche Personalverantwortliche Bewerbungsmappen auch danach beurteilen, wie viel Aufwand sie selbst dafür aufwenden müssen. Das fängt damit an, ob die Unterlagen einfach eingescannt werden können und hört dort auf, wo es schwierig wird, wichtige Informationen, wie Erfahrungen und Ausbildungen, auf einen Blick in der Bewerbung zu finden.

Fakt ist auch, dass die meisten Neueinstellungen über persönliche Kontakte zustande kommen. Das sollte jeder bereits frühzeitig wissen. Der persönliche Kontakt zählt noch immer mehr als jede tolle Darstellung in Jobbörsen oder auf Business-Plattformen. Und wer bereits miteinander gearbeitet hat, weiß den anderen am besten einzuschätzen. Genau dafür eignen sich auch Praktikas oder die Erstellung von Seminar- und Diplomarbeiten mit Praxisausrichtung und Kontakt zu Firmen.

Betrachtet man diese Ergebnisse genauer, ergeben sich folgende Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung:

  • Halten Sie Mindeststandards für Bewerbungen ein: sauber, vollständig, leicht und schnell zu lesen
  • Übertreiben Sie den Aufwand nicht. Die Zeit und das Geld für Berater, Coaches, teure Bewerbungsmappen und -fotos, sowie für diverse Bewerbungsservices  können Sie besser investieren, indem Sie versuchen, Kontakte herzustellen. Firmenkontaktmessen mit der Möglichkeit, sich durch einen Vortrag zu präsentieren oder durch die Mitorganisation der Messe eignen sich weitaus besser als tolle Mappen ziellos zu versenden
  • Denken Sie daran, dass auch Personaler wissen, dass Bewerbungsdienstleister versuchen, die Bewerbungsunterlagen “aufzuhübschen”. Fotos können manipuliert werden, Lebensläufe marketingmäßig aufbereitet werden. Und nicht zuletzt: Die vorgelegten Bewerbungsunterlagen sehen sich immer ähnlicher, da die Berater üblicherweise mit den gleichen Ideen beraten. Sich selbst darzustellen, können Sie in der Regel immer noch selbst am besten! Und Sie wollen eine bestimmte Stelle, nicht der Berater
  • Nutzen Sie Ihren Bekanntenkreis. Bitten Sie Freunde und Bekannte um Empfehlungen oder Kontaktvermittlungen
  • Machen Sie Praktikas auch hinsichtlich der Zielsetzung, Ihr Netzwerk auszuweiten
Kategorie: Berufsanfänger

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