Schlagfertigkeit entkrampft Konfliktsituationen
Zu einer guten Kommunikation gehört die Fähigkeit, in unvorhergesehenen Situationen schnell, gelassen und passend zu reagieren. Am besten sogar witzig und humorvoll. Schlagfertigkeit zielt darauf, das Gegenüber zu überraschen. Sie dient dazu, die Kommunikation in Momenten aufrecht zu erhalten, in denen durch eine vorangegangene Äußerung eher ein Abbruch des Gesprächs zu erwarten ist. Gute Rhetoriker meistern auf diese Weise in Vorträgen Zwischenrufe und in Kommunikationssituationen Beleidigungen oder die gefürchteten Killerphrasen.
Abhängig von Ihrer Persönlichkeit, Ihrer inneren Einstellung, Ihres Selbstvertrauens und Ihrer Fähigkeit, Situationen zu analysieren, entwickelt sich Ihre Fähigkeit, zu kontern und schwierige Situationen zu meistern.
Tipps, Checkliste
- Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Bleiben Sie vor allem nicht sprachlos, sondern wehren Sie sich
- Lassen Sie sich durch aggressive Angriffe nicht provozieren. Rechtfertigen Sie sich nicht, sondern nutzen Sie Humor, Ironie, Rückfragen, um den “Ball zurückzugeben”
- Nehmen Sie Vorwürfe, Beleidigungen, Killerphrasen nicht persönlich. Seien Sie sich im klaren, dass der Andere damit versucht, seine Überlegenheit, seine Macht, seine Verhandlungsposition zu stärken und Ihre zu schwächen
- Legen Sie Ihre Hemmungen ab und versuchen Sie, ein wenig frech zu sein
- Versuchen Sie nicht, es allen recht zu machen
- Trainieren Sie Ihre Schlagfertigkeit und setzen Sie verschiedene Techniken ein:
- Spielen Sie mit der Situation und machen Sie sich darüber lustig
- Mimen Sie den Dummen, der nicht verstanden hat, was gemeint war
- Vergleichen Sie mit Dingen, die eigentlich nichts damit zu tun haben
- Übertreiben Sie
- Stimmen Sie betont zu
- Versuchen Sie, authentisch zu sein
- Reagieren Sie zügig und gezielt auf die jeweilige Situation. Berücksichtigen Sie dabei Ihr Wissen um die Person und um eine mögliche Vorgeschichte
- Vorsicht: Schlagfertigkeit passt nicht zu jeder Person und in jeder Situation. Zudem bietet sie die Gefahr, aus einem dummen und unbedachten Satz einen Konflikt werden zu lassen. Hinterfragen Sie daher die Äußerung mit “warum greifen Sie mich an?”, “warum verletzen Sie mich?”, “habe ich Sie verletzt, dass Sie mich so angreifen müssen?” oder gehen Sie einfach umso freundlicher darüber hinweg
Für weitere Informationen, wie Presseartikel, Adressen und Literatur schlagen Sie im ArbeitsRatgeber nach
Kategorie: Arbeitnehmer, Arbeitslose, Berufsanfänger, Existenzgründer und Selbständige