Berufskleidung dient der Arbeitssicherheit und der Identifikation
Berufskleidung oder Arbeitskleidung wird in Dienstleistungsberufen einerseits aus hygienischen Gründen, z.B. bei Köchen oder im medizinischen Bereich getragen. Andererseits dient sie dazu, den Beruf erkennbar zu machen, z.B. Stewardess, Piloten, Richter, Polizisten, Feuerwehrleute, Kaminkehrer und andere. Zunehmend setzen auch Firmen die Kleidung als Markenzeichen, als Corporate Identity ein.
Beispiele hierfür sind die Mitarbeiter von McDonald’s oder auch Messepersonal, die eine Crew Uniform tragen. Die Anforderungen an diese Kleidung sind Belastbarkeit und Praktikabilität. Sie fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl und signalisiert dem Kunden ein positives Erscheinungsbild. Dabei können durchaus Hierarchie-Unterschiede bei den Uniformen deutlich gemacht werden.
Zur Berufskleidung zählt auch die Schutzkleidung, die in erster Linie dem Schutz des Körpers dient. Dazu gehören Helm, Arbeitshandschuhe, Schutzbrillen, Sicherheitsschuhe, Gehörschutz oder auch Laborkittel.
Von Dienstkleidung spricht man, wenn der Arbeitgeber die Kleidung anordnet. Farbe, Material, Aussehen sind vorgegeben. Sie werden von der Institution unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Üblicherweise handelt es sich um Uniformen.
Für die Beschaffung der Arbeitskleidung ist grundsätzlich der Arbeitnehmer verpflichtet. Allerdings kann die Gestellung und Übereignung durch den Arbeitgeber erfolgen. Diese ist nach $ 3 Nr. 31 EStG steuerfrei. Der Anspruch des Arbeitnehmers auf den Einsatz typischer Berufskleidung definiert sich aus Unfallverhütungsvorschriften, aus dem Tarifvertrag oder aus der Betriebsvereinbarung.
Tipps, Checkliste
- Wenn Sie typische Berufskleidung tragen, z.B. als Arzt, Postbeamter, Kellner, Kaminkehrer, können Sie die Anschaffungskosten und die Kosten für die Reinigung als Werbungskosten bei der Steuer absetzen. Voraussetzung dafür ist, dass eine private Nutzung ausgeschlossen ist. Normale Straßenkleidung und Businesskleidung, Schuhe und Unterwäsche zählen nicht zur typischen Berufskleidung. Heben Sie zur Geltendmachung der Kosten die Rechnung auf
Weitere Informationen finden Sie im ArbeitsRatgeber
Kategorie: Arbeitnehmer
Gerade eben habe ich einen Artikel über unzureichenden Arbeitsschutz auf Baustellen gelesen. Vielen Arbeitgebern scheint dieses Thema ein Stiefkind zu sein. Gerade in Sachen Arbeitsschutzkleidung sollte Aufklärungsarbeit in den Firmen betrieben werden.
Weiter so….
[...] … LEBEN UND LEBEN LASSEN! – Der Untergang des christlichen Abendland… … warum wird SPEZIELL einer KOPFTUCHTRÄGERIN (es ist nach wie vor nur ein kleidungsstück, und noch dazu [...]
Es sind ja nicht zwangsläufig die Arbeitgeber, die sich nicht ausreichend um das Thema Arbeitssicherheit kümmern – viel zu häufig nehmen die Arbeitnehmer die Vorschriften nicht ernst genug und tragen nicht die vorgeeschriebene Schutzkleidung (dabei rede ich natürlich jetzt nicht von der Corporate-Identity-Kleidung im Fast-Food Restaurant – eher von Gehörschutz, Helm, Schnittschutzhosen etc.)
Zu dem Thema gibt es übrigens interessante Infos bei bwr-media.de!
Sowohl Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollten sich darüber bewusst werden wie wichtig die richtige Arbeitskleidung und vor allem auch ausgewogene Arbeitssicherheit im Beruf ist. Der Arbeitnehmer sollte natürlich im eigenen Interesse auf ordnungsgemäßen Gesundheitsschutz bei der Arbeit bestehen. In stark risikobehafteten Berufen halte ich vertraglich festgelegte Bestimmungen bezüglich Arbeitskleidung und Arbeitsschutz für unabdingbar
Gerade wenn man den Straßenbau auf den Autobahnen so sieht und ein wenig über Arbeitskleidung als Warnschutz und die jeweiligen Schutzklassen kennt, stellt man ganz schnell fest, dass der PSA nur in den seltensten Fällen normgerecht umgesetzt wird – traurig aber wahr.
Habe neulich gelesen, dass man die Reinigungskosten für Berufsbekleidung auch von der Steuer absetzen kann, stimmt das?
Ja Julia, das geht. Lies dir den Artikel sonst noch einmal durch
Da kann ich Marianne nur zustimmen. Arbeitschutz-Kleidung wird von jedem bejaht, aber keiner will sie im Alltag auch wirklich tragen. Ich denke das hat was mit Bequemlichkeit zu tun und das man selbst oft der Meinung ist: “Mir passiert doch nichts!”. Bis man dann eines Besseren belehrt wird.