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Donnerstag, 1. November 2007

Wozu Betriebssport?

Der Betriebssport wird von Unternehmen und Institutionen organisiert. Er richtet sich in erster Linie an die Mitarbeiter des Unternehmens, aber häufig sind auch Familienangehörige willkommen. Sein Zweck besteht darin, einen Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit durch eine regelmäßige sportliche Betätigung zu schaffen. Dementsprechend steht nicht der Wettkampfcharakter im Vordergrund, sondern vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen und das gesellschaftliche Miteinander.

Als Organisation dienen Betriebssportvereine, deren Interessen über Verbände gebündelt werden. Die Möglichkeiten reichen von Freizeitangeboten, wie Bowling, Skat, Schach bis zu den verschiedensten Sportarten wie Fußball, Leichtathletik, Mountain Biking, Nordic Walking oder Inline Skating. Es wird aber auch Gesundheitssport angeboten, der sich mit Entspannungstechniken, Bewegungstherapien und der Steigerung der allgemeinen Fitneß auseinandersetzt. In der Regel findet der Betriebssport außerhalb der Arbeitszeit statt.

Das Unternehmen verfolgt mit dem Angebot das Ziel, die Leistungsfähigkeit seiner Arbeitnehmer zu erhalten, Stress abzubauen und auf diese Weise präventiv zum Arbeitsschutz beizutragen. Daneben hat das gemeinsame Sporttreiben positive Auswirkungen auf die Unternehmenskultur, auf das Arbeitsklima, die Teamarbeit und die Mitarbeiterzufriedenheit.

Im allgemeinen fällt der Betriebssport unter die gesetzliche Unfallversicherung. Versicherungsschutz besteht beim Betriebssport an sich und auf den Wegen zwischen Sportstätte und Arbeitsplatz bzw. Wohnstätte. Sobald eine Veranstaltung mit Wettkampfcharakter stattfindet, besteht kein Versicherungsschutz.

Gerade in Großunternehmen ist das Sporttreiben durch den Betriebssport stark organisiert, während in kleineren Unternehmen eher das ungezwungene, individuelle Zusammenkommen zum Sport im Vordergrund steht. Hier trifft man sich nach der Arbeit, um sich noch sportlich zu betätigen, auch ohne einem Verein anzugehören.

So manches Problem lässt sich in lockerer Umgebung auf dem Bolzplatz oder auf der Kegelbahn leichter lösen, zumal gerade in Mannschaftssportarten bzw. auf Vereinsebene andere Hierarchien als in der Arbeit gelten. Die Kollegen und der Chef lassen sich von einer anderen Seite kennen lernen. Gerade der Sport gibt die Möglichkeit, Kompetenzen aufzuzeigen, die am Arbeitsplatz nicht unbedingt im gleichen Maße zutage treten. Und wer weiß, wie viele Karriere ihren Anfang letztendlich beim Sport genommen haben?

Tipps, Checkliste

  • Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Kollegen oder Ihren nicht nur am Arbeitsplatz kennen zu lernen
  • Klären Sie die geltenden Regeln, z.B. hinsichtlich des Duzens beim Sport bzw. in der Arbeit
  • Überlegen Sie, ob Sie Aufgaben im Betriebssport übernehmen können und wollen. Auch dort sind Führungsrollen zu besetzen. Die notwendigen Kompetenzen können hierbei erworben und trainiert werden. Diese lassen sich dann auch am Arbeitsplatz einsetzen
  • Bedenken Sie in Ihrem Verhalten beim Sport, dass der Wettkampfcharakter nicht im Vordergrund steht. Dazu dienen die Sportvereine. In den Betriebssportvereinen spielt die allgemeine Fitness, das Miteinander und die gemeinsame Freude am Sporttreiben die bedeutendere Rolle. Dazu gehört meist auch noch das anschließende “Bier” zum Ausklang

Weitere Informationen und Adressen finden Sie im ArbeitsRatgeber

Kategorie: Arbeitnehmer

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