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Montag, 15. Oktober 2007

Wie ein Ideenmanagement neue Ideen und Verbesserungen hervorbringt

Als Teil des Innovationsmanagements befasst sich das Ideenmanagement damit, die Kreativität und den Erfindungsreichtum aller Mitarbeiter, auch der Führungskräfte, für ein Unternehmen effektiv zu nutzen. Dazu haben sich in der Praxis das betriebliche Vorschlagswesen und der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) etabliert. Ein Unternehmen verfolgt damit die Ziele:

  • Innovation zu fördern
  • Kosten zu sparen
  • Mitarbeiter zu motivieren, um engagiert mitzudenken und mitzumachen
  • Personal- und Kompetenzen zu fördern und zu entwickeln

Aufgrund der technischen Möglichkeiten verwenden die Institutionen Softwaretools, um Ideen zu dokumentieren und systematisch verwerten zu können. Dadurch werden bisher zentrale durch dezentrale Systeme abgelöst bzw. ergänzt. Moderne Ansätze, wie Ideendatenbanken, Intranetportale oder das Auktionsmodell (das Unternehmen “kauft” von den Mitarbeitern “angebotene” Ideen) sowie das Wikimodell (die Mitarbeiter arbeiten an einer Idee, auch redaktionell) werden verstärkt in den Unternehmen verwendet. Das Ideenmanagement soll in die betrieblichen Abläufe eines Unternehmens implementiert und Teil der Unternehmenskultur sein. Dementsprechend findet das Ideenmanagement Eingang in die Betriebsvereinbarung. Die Organisationsstruktur dafür kann zentral oder dezentral erfolgen. Seitens der Unternehmensleitung ist es wichtig,

  • das Ideenmanagement und seine Bedeutung den Mitarbeitern aktiv und positiv zu vermitteln
  • den Betriebsrat einzubinden und seine Unterstützung zu erhalten
  • die notwendigen Strukturen zu schaffen und dafür Geld und Personal zur Verfügung zu stellen
  • die Führungskräfte und Mitarbeiter zu schulen hinsichtlich Kreativität, Problemlösung und Coaching

Tipps

  • Notieren Sie Ihre Ideen. Schaffen Sie dafür einen bestimmten Platz: Eine Ideenseite in Ihrem Kalender, Ideenmappen oder eine Ideendatei auf Ihrem Computer
  • Sortieren Sie von Zeit zu Zeit Ihre Ideen und entwickeln Sie diese weiter
  • Bringen Sie Ihre Ideen an den “Mann”, d.h. reichen Sie einen Verbesserungsvorschlag ein und/oder präsentieren Sie Ihre Idee im Rahmen einer KVP-Veranstaltung
  • Beachten Sie bei Ihren Ideen die Aspekte:
    • Wo tritt das Problem auf?
    • Wie entsteht es, wodurch wird es verursacht?
    • Was für Rahmenbedingungen gilt es zu berücksichtigen, die eine Lösung erschweren?
    • Welche Folgen werden durch das Problem verursacht?
    • Lässt sich das Problem in Einzelprobleme aufteilen, welche?
    • Gibt es bereits Lösungsansätze, welche?
    • Wie lässt sich das Problem oder ein Teilproblem lösen?
    • Was für Folgen ergeben sich durch die Problemlösung (Kosten, Qualität, Zeit, Personal)?

Weitere Informationen und Adressen finden Sie im ArbeitsRatgeber

Kategorie: Arbeitnehmer

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