Start Autor Links Impressum Sitemap Archiv
Freitag, 24. August 2007

Schlafen oder Powernaps?

Die Süddeutsche hat einen Trend in den USA aufgegriffen: Schlafen kann ich, wenn ich tot bin. Danach reichen 2 Stunden Schlaf pro Tag. Auf der anderen Seite wird der Mittagsschlaf propagiert und außerdem heißt es, dass 8 Stunden Schlaf in der Nacht sinnvoll sind und gut für die Gesundheit. Was ist nun richtig?

Wie oft habe ich schon eine Freundin beneidet, der es überhaupt nichts ausmacht, Nächte durchzuarbeiten oder mit 2 bis 4 Stunden Schlaf auszukommen. Gerne würde ich auch mehr in einen Tag packen. Gerade bei Bildschirmarbeit bin ich aber mittags so müde, dass ich einen kurzen Mittagsschlaf brauche und spätestens um 23.00 Uhr abends schlafe ich über meiner Lektüre ein. Sicher, zwischen 6.00 und 7.oo Uhr wache ich automatisch auf. Versuche, die Schlafenszeiten zu reduzieren, sind kläglich gescheitert. Ich fühle mich dann so richtig mantschig, schlecht gelaunt, hänge den ganzen Tag durch und bin kaum zu  gebrauchen. Behalte ich allerdings meinen Rhythmus bei, bin ich vormittags extrem leistungsfähig und nach meinem Mittagsschlaf geht es ebenfalls nochmal richtig los. Mit Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Übellaunigkeit habe ich dann nicht zu kämpfen.

Alles nur eine Frage des Trainings? Ich weiß nicht. Irgendwie habe ich eher das Gefühl, jeder muss auf seinen Körper “hören”, um herauszufinden, was für ihn das Beste ist. Der eine ist ein Morgenmuffel und ist am produktivsten nachts zwischen 2 und 4 Uhr, der nächste hat noch nie mehr als 6 Stunden geschlafen, während ein Anderer auf seine 10 Stunden Schlaf nicht verzichten will.

Wenn ich an meine Freundin denke, muss ich andererseits wieder feststellen, dass sie wirklich bei jeder Gelegenheit schläft. Ob das Bus- oder Jeepfahrten sind, in unwichtigen Besprechungen oder langweiligen Vorträgen. Sie hat offenbar eine Fähigkeit entwickelt, selbst bei noch so widrigen Verhältnissen zu schlafen und oftmals so, dass es nicht bemerkt wird. Und im Urlaub schläft sie fast genauso viel wie ich. Sie scheint einfach flexibler hinsichtlich ihrer Schlafzeiten und -dauer zu sein, während für mich ein möglichst fester Rhythmus am besten ist.

Natürlich kann man mehr erledigen, wenn man nur 2-4 Stunden schläft. Aber ist dieses “Mehr” dann tatsächlich produktiv, ist es notwendig. Ist nicht genau das die eigentliche Kernfrage: Was machen Sie, um sich wohl zu fühlen, um zufrieden zu sein, das Gefühl zu haben, mit der zur Verfügung stehenden (Lebens-)Zeit sinnvoll umzugehen? Stundenlang aufs Wasser zu schauen, kann für den Einen eine tiefe Befriedigung darstellen, während sie für den Anderen pure Zeitverschwendung ist. Auf der anderen Seite kann sich jemand über die übervollen Terminkalender so mancher Menschen nur wundern und dies als völlig unsinniges Beschäftigen ansehen.

Wie meistens, muss diese Frage nach dem richtigen Schlafpensum jeder für sich beantworten. Ein Patentrezept, eine allgemein gültige Formel hierzu gibt es nicht.

Kategorie: Arbeitnehmer, Arbeitslose, Berufsanfänger, Existenzgründer und Selbständige

Kommentieren

Suchen und Finden





worklife

Kommentare, Erfahrungen und Informationen zu Themen des Arbeitslebens mehr...

Letzte Kommentare

  • Marion: Leider kann man diesen nicht immer selbst...
  • Gina Kruse: Sicher ist es oft einfacher und vor allem...
  • Ramona: Hallo, Im Handwerk ist wohl der Werkvertrag am...
  • Jörg: Da kann ich Marianne nur zustimmen....
  • Julia: hallo, ich bin student, kann mir da jemand den...

Letzte Trackbacks

Gelistet im Blog Verzeichnis
Blogverzeichnis
Deutsches Blog Verzeichnis
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Add to Technorati Favorites