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Donnerstag, 9. August 2007

Leistungssportler trainieren wichtige Soft Skills

Soft Skills werden immer wichtiger: Ohne Disziplin, Ausdauer, Teamfähigkeit, Motivation, Selbständigkeit, Umgangsformen, Durchsetzungsvermögen, sprachliche Kompetenz und Zielstrebigkeit ist eine berufliche Karriere mittlerweile undenkbar. Selbst die besten Fachkompetenzen allein reichen nicht mehr aus. Allerdings fördert unser Bildungssystem gerade diese Fähigkeiten nur unzureichend. Dagegen gibt es einen Bereich, in dem diese Kompetenzen quasi nebenbei trainiert werden: Der Leistungssport.

  • Ausdauer
    Leistungssportler beginnen bereits in ihrer Kindheit mit dem Sport und trainieren über viele Jahre hinweg, um ihre Leistung konstant zu steigern.
  • Zielstrebigkeit
    So mancher Olympiasieger oder Weltmeister hat in seiner Kindheit Olympia am Fernsehen gesehen, den Sieger bewundert und daraufhin beschlossen “da will ich auch hin”. Das Ziel war gefunden. Harte Arbeit hat es erreichen lassen.
  • Motivation
    Trainieren ist stupide: Immer wieder die gleichen Bewegungsabläufe, die gleichen Trainingsformen, die gleichen Trainingspartner, die gleiche Schinderei. Und doch: die wenigsten Leistungssportler kennen Motivationsprobleme. Sie müssen nicht zum Training “getragen” werden, nicht Motivationsprogramme durchlaufen. Ihr innerer Antrieb, einen Schritt ihrem Ziel näher zu kommen, reicht aus, um das tägliche Training zu absolvieren.
  • Disziplin
    Trainer verlangen bereits von Kindern Pünktlichkeit, das Einhalten der Trainingspläne und -zeiten. Aber auch hinsichtlich Ernährung, Freizeitverhalten, Tagesablauf, Erholungszeiten und Lebensstil werden besondere Ansprüche gestellt. Die Top-Leistung kann eben nicht abgerufen werden, wenn diese Voraussetzungen fehlen. In manchen Sportarten gehört der penible Umgang mit dem Sportmaterial noch dazu.
  • Teamfähigkeit
    Selbst in Individualsportarten ist der Sportler nicht allein. Er muss mit Trainern, Funktionären und seinen Teamkollegen zusammenarbeiten. Wirklich erfolgreich ist nur derjenige, dem es gelingt, aus diesem Netzwerk das beste Ergebnis zu generieren.
  • Selbständigkeit
    Je älter der Sportler wird, umso mehr ist seine Selbständigkeit gefragt. Trainer leiten zwar an, aber er muss selbst auf seinen Körper hören und herausfinden, wie er im Gegensatz zu seinen Konkurrenten noch einen Tick besser sein kann. Das zeigt sich auch in seiner Risikobereitschaft.
  • Durchsetzungsvermögen
    Im Sport kann nur einer gewinnen und viele wollen aufs Siegertreppchen. Zu jeder Sportlerkarriere gehören nicht nur Siege, sondern auch jede Menge bitterer Niederlagen, Verletzungspech und sonstige Hindernisse. Der wirklich Erfolgreiche lässt sich davon nicht abhalten, sondern lernt daraus und nutzt dieses Wissen, um ganz nach oben zu kommen.
  • Umgangsformen
    In Trainingszentren und -camps holen sich die Sportler den letzten Schliff vor wichtigen Wettkämpfen. Der Stress ist entsprechend hoch. Die Sportler beäugen sich gegenseitig, um die Schwächen der Anderen und den eigenen Vorteil herauszufinden. Diese Situationen stellen ganz besonders hohe Anforderungen an die Betroffenen. Nur durch entsprechende Umgangsformen können Konflikte vermieden bzw. gelöst werden.
  • Kommunikative Kompetenz
    Die Auseinandersetzung mit den Trainern, den Betreuern und den Sportskollegen schult die kommunikativen Fähigkeiten wie Zuhören, Diskutieren, Streiten. Vor der Presse und der Öffentlichkeit gilt es sich darzustellen und zu präsentieren.

Wen wundert es bei dieser “Ausbildung” von Kindesbeinen an, dass erfolgreiche Sportler auch nach dem Abschluß ihrer sportlichen Karriere Erfolg im beruflichen Leben haben? Vor allem, wenn sie es schaffen, neben täglichem umfangreichen Training eine fachliche Ausbildung zu absolvieren. Nur mit einem hervorragenden Zeitmanagement und mit erheblichem Organisationsgeschick ist diese Zweigleisigkeit machbar.

Handelsblatt beschäftigt sich anhand einiger Beispiele mit dem Zusammenhang von sportlichen Erfolgen und beruflicher Karriere in Durchhalten ist die Parole. Erfreulich dürfte sein, dass die Personalmanager allmählich beginnen, diesen Zusammenhang zu erkennen und bei ihrer Personalauswahl zu berücksichtigen.

Kategorie: Berufsanfänger, Existenzgründer und Selbständige, Arbeitnehmer

1 Kommentar zu ' Leistungssportler trainieren wichtige Soft Skills'

Kommentare zu 'Leistungssportler trainieren wichtige Soft Skills' mit RSSoder TrackBack abonnieren.

  1. Michael Dirscherl kommentierte am 04.03.2009 um 00:27 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Artikel auf Ihrer Homepage sind sehr gut geschrieben, darf ich den Bericht über Soft Skills auf meiner Homepage auch verwenden?

    Mit freundlichen Grüßen

    Michale Dirscherl

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