Beruf Unternehmensgründer
Es gibt sie also auch in Deutschland: Menschen, die ihre Freude daran haben, Unternehmen zu gründen und so weit aufzubauen, bis sie fliegen, d.h. erfolgreich sind. Weniger Interesse zeigen sie dagegen offenbar bei der Führung Ihrer Unternehmen. Die geben sie dann lieber ab. Sie trennen sich also von ihrem “Baby”, sei es durch Verkauf, durch einen Börsengang (IPO) oder indem sie Manager einstellen. Ganz offenbar konzentrieren sich Unternehmensgründer auf ihre Stärken, Neigungen und Interessen. Der Spaßfaktor ist dabei nicht zu vergessen. Aber sie sehen im Scheitern auch eine Möglichkeit, erfolgreich zu werden. Längst etabliert ist dieser Beruf in den USA.
Lukasz Gadowski, der Gründer von Spreadshirt ist jüngstes Beispiel in Deutschland dafür, dass Unternehmensgründung nicht nur ein Beruf, sondern vielmehr eine Passion ist. Im Interview mit Gründerraum erzählt er, warum er den Chefposten aufgibt und was seine nächsten Pläne sind.
Ein Unternehmen aufzubauen hat für ihn einen ganz anderen Reiz, als ein Unternehmen zu führen und zu vergrößern. Dabei schreckt er auch vor durchgearbeiteten Nächten nicht durch. Burnout kennt er offensichtlich nicht. Aber es ist natürlich auch ein Unterschied, ob man seiner Leidenschaft nachgeht oder einem Druck von außen unterliegt.
Ein anderes Beispiel für den Beruf Unternehmensgründer liefern die ehemaligen Alando-Brüder Alexander, Marc und Oliver Samwer. Nachdem sie Alando an eBay verkauft haben, gründeten sie Jamba! und gaben auch dieses wieder ab. Nun sind sie als Risikokapitalgeber aktiv und auch dort erfolgreich: StudiVZ war ihr letzter großer Coup.
Was wohl die nächste Idee von Lukasz Gadowski sein wird? Man darf gespannt sein.
