Auf der Suche nach der “richtigen” Bewerbung
In einer Serie von Artikeln beschäftigt sich FOCUS Online mit Bewerbungen. Dazu habe ich bereits am 4. Juni den Beitrag Digitale Bewerbungsformen: erfolgversprechend oder skurril? geschrieben. Mit dem Artikel Bewerbungsmappen: Personaler verraten ihre Vorlieben begibt sich Focus nun auf die Suche nach der “todsicheren” Bewerbung.
Nicht allzu überraschend ist dabei das Ergebnis:
- Sauberes Erscheinungsbild und richtige Rechtschreibung, gilt auch für den Briefumschlag
- Einfache, schlichte Bewerbungsmappen kommen eher an als schwer zu handhabende. Keine Klarsichthüllen für die einzelnen Dokumente verwenden, da die Unterlagen auch mal eingescannt werden
- Ob ein eigenes Deckblatt mit den persönlichen Daten, oder ob diese im Lebenslauf enthalten sind, ist egal. Wichtig ist, dass diese auf den ersten Blick erfassbar sind
- Ein Foto ist nach dem AGG (Gleichbehandlungsgesetz) keine Pflicht, wird aber begrüßt. Verwenden Sie am besten ein qualitativ hochwertiges Originalfoto und ziehen Sie diskrete Kleidung an, die auf die Branche und den Beruf abgestimmt ist. Foto auf Deckblatt oder Lebenslauf platzieren
- Die Bedeutung des Anschreibens wird unterschiedlich gesehen. Auf jeden Fall Rechtschreibfehler vermeiden. Es vermittelt einen ersten Eindruck und kann deshalb der Anstoß für eine Einladung zum Bewerbungsgespräch sein
- Keine standardisierten Anschreiben verwenden. Den Ansprechpartner herausfinden und direkt adressieren. Bringen Sie zum Ausdruck, was Ihre Motivation ist, sich auf diese Stelle zu bewerben. Nicht mehr als 1 Seite schreiben und kurze, präzise Sätze verwenden
- Lebenslauf gliedern, in chronologischer Reihenfolge (aktuelle Tätigkeit zuerst), auf konkrete Zeitangaben achten, Engagements in der Freizeit aufführen und nicht mehr als 2 Seiten lauten die Empfehlungen
- Vollständige Zeugnisse, chronologisch geordnet entsprechend dem Lebenslauf
Eines zeigen die geführten Gespräche ganz klar: Die “richtige, todsichere” Bewerbung gibt es nicht. Jeder Mensch hat seine speziellen Vorlieben. Wenn es gelingt, diese mit der eigenen Bewerbung zu treffen, hat man schon meist einen Fuß in der Türe. Allerdings ist es schwierig, diese Kriterien im Vorfeld herauszufinden. Dazu müsste man den Ansprechpartner persönlich kennen. Ist dies der Fall, erübrigt sich schon fast eine Bewerbung - sie ist dann eher Formsache. Aber seien Sie in diesem Fall niemals schlampig, sondern geben Sie eine Bewerbung ab, die auf den Ansprechpartner zugeschnitten ist und belegt, wie sehr Sie sich für die Stelle interessieren.
Kategorie: Arbeitnehmer
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