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Dienstag, 24. August 2010

Buchbesprechung: Kompetenztraining von Volker Heyse und John Erpenbeck

Wer sich mit Kompetenz, den dazugehörigen Begriffen und der Möglichkeit des Trainings dazu beschäftigt, kommt an dem Standardwerk “Kompetenztraining: Informations- und Trainingsprogramme” von Volker Heyse und John Erpenbeck nicht vorbei.

In diesem Buch werden verständlich die verschiedensten Kompetenzbegriffe definiert, ausführlich beschrieben, Empfehlungen zum Training gegeben, zu persönlichen Maßnahmen mit Hilfe von Fragen aufgefordert und weitere Literatur zur jeweiligen Teilkompetenz genannt. Vor allem gibt es eine Orientierung in der Zuordnung der verschiedenen Kompetenzen, insgesamt 64 Kompetenzen von Akquisitionsstärke bis zu Zuverlässigkeit. Das Buch hilft damit Personalverantwortlichen im HR-Management, Führungskräften, Betriebsräten, aber auch Arbeitnehmern und Bewerbern, mit  Kompetenzen richtig umzugehen. Die Personalverantworlichen werden in die Lage versetzt, Kompetenzen zu messen, zu beurteilen und zu schulen. Mitarbeiter und Bewerber können dann besser eingeschätzt und eingesetzt werden.

Andererseits können aber auch die Mitarbeiter Kompetenzen, die für Ihren Arbeitsplatz und Ihre Aufgabe notwendig sind, konkreter fassen und ganz individuell an diesen arbeiten. Bewerber, die sich auf Stellenanzeigen bewerben, in denen bestimmte Kompetenzen gefordert werden, können sich mit Hilfe dieses Buches einen Eindruck verschaffen, was tatsächlich von ihnen gefordert wird. Und sie können daraufhin viel konkreter auf diese Anforderungen in ihrer Bewerbung reagieren.

Sicherlich ist dieses Buch in erster Linie für diejenigen gedacht, die sich mit Weiterbildungen und Schulungen beschäftigen. Meiner Ansicht nach sollte und kann es jeder aufgrund der guten Verständlichkeit als Nachschlagewerk nutzen, der sich seines Kompetenzprofils bewußt werden und bestimmte Teilkompetenzen verbessern will.

Kategorie: Allgemein

Freitag, 30. Juli 2010

Deutsch lernen mit Bildern und Spielen

Für Ausländer, die in Deutschland arbeiten wollen, ist es sicherlich unerlässlich, über kurz oder lang die deutsche Sprache zu lernen. Erst dadurch bekommen sie einen wirklichen Zugang zu den Menschen in Deutschland, zur Kultur und entwickeln ein Verständnis für Land und Leute. Leider ist Deutsch nicht leicht, unter anderem 3 verschiedene Artikel und eine komplexe Grammatik mit vielen Ausnahmen gilt es zu erlernen.

Diesem Problem hat sich der Deutschlehrer Peter Heinrich mit seinem Lernprogramm “Deutsch lernen mit Mnemotechniken” angenommen. Er setzt nicht auf stures und ermüdendes Auswendiglernen, sondern nutzt die Möglichkeiten der Mnemotechnik. Mit Bildern stellt er Assoziationen her, die helfen, die Artikel und die Grammatik schnell und einfach zu erlernen. Ein umfachreicher Werkzeugkasten mit Videoseminaren, Memoryspielen, Lernkarten, Malbüchern, Lernpostern usw. gestaltet das Deutsch lernen sehr abwechslungsreich und macht Spaß.

Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, dann schauen Sie doch auf seiner Website “Beste Tipps zum Deutsch-Lernen” vorbei. Ich kann die Seite vorbehaltlos empfehlen.

Beispiel:

Was soll dieser Löwe mit einem Stuhl im Maul ausdrücken? Ganz einfach: Der Löwe ist ein Bild für etwas männliches und steht für den Artikel “der”. Der Stuhl ist männlich. Dieses Bild soll ihnen helfen, sich das Wort “Stuhl” mit dem dazugehörigen Artikel “der” besser merken zu können. Natürlich wäre auch ein Bild möglich, bei dem der Löwe auf dem Stuhl sitzt. Wichtig ist die Kombination und ein Bild, das sich Ihnen einprägt.

loewe-stuhl.gif

Kategorie: Allgemein

Donnerstag, 29. Juli 2010

Professionelles Bewerbungsvideo

Einen hohen Anspruch an ein Bewerbungsvideo hat Judith Steiner realisiert.

Dieses Video lässt wohl keine Wünsche und Fragen offen. Gratulation!Wenn ich sie mir leisten könnte, würde ich sofort zuschlagen und ihr einen Job bei ArbeitsRatgeber und worklife geben. Ein Arbeitgeber bekommt sofort einen Eindruck über sie, ihre Persönlichkeit, ihre Fähigkeiten und sogar über ihre bisherigen Arbeiten. Was will man mehr?

Kategorie: Berufsanfänger

Dienstag, 27. Juli 2010

Sinn und Unsinn eines Karrierecoaching

Gibt man in Google “karrierecoaching” als Suchbegriff ein, werden 255.000 Treffer angezeigt. Hinter diesen Ergebnissen stehen überwiegend Firmen, die dies als Leistung anbieten. Offenbar besteht ein großer Markt dafür.

Bei genauerem Studium des Angebots lässt sich feststellen, dass als Ziele eines Karrierecoachings Karriereplanung, Neuorientierung, Weiterentwicklung, Work-Life-Balance und die Lösung persönlicher und beruflicher Probleme genannt werden. Während noch vor wenigen Jahren vor allem Manager in heiklen Situationen Unterstützung durch einen Coach gesucht haben, greifen auf diese Dienstleistungen mittlerweile auch Schulabgänger zu. Auch Arbeitnehmer und Selbständige gehören zur Klientel.

Doch kann ein Karrierecoach tatsächlich die Hilfe geben, die Familienmitglieder, Freunde, Arbeitskollegen und Chefs üblicherweise geben? Sie kennen den Hilfesuchenden und seine Situation besser als jeder Coach. Sie verfolgen seine Entwicklung teilweise über Jahre und wissen um die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz, im Unternehmen und im Aufgabenfeld. Schließlich stecken sie selbst mittendrin. Gewiß hat ein Außenstehender häufig einen anderen Blick auf die Situation als die Betroffenen, aber ihm erschließt sich nur eine Momentaufnahme.

Hinzu kommt, dass ein Karrierecoach verschiedene Situationen nur vom Hörensagen kennt, aber selbst selten Betroffener war. Z.B. kennt ein Psychologe, der sich nach seinem Studium selbständig machte, nie ein Unternehmen von innen. Er kennt keinen Konkurrenzdruck um die wenigen Führungspositionen, keine sexuelle Belästigung, kein Mobbing, keine ständigen Umorganisationen, keinen permanenten Austausch des Führungspersonals, kein Sterben von Projekten in der Umsetzungsphase. Wie will dieser Coach dann eigentlich helfen? Nur durch Zuhören? Braucht es nicht auch handfeste Ratschläge, um Situationen meistern zu können?

Meines Erachtens helfen Karrierecoaches dem Manager, der keine Möglichkeit mehr hat, Hilfe und Unterstützung in seinem Umfeld zu bekommen. Macht macht schließlich einsam. Aber alle anderen sind meiner Meinung nach besser beraten, sich an Mentoren oder eben an ihr persönliches Netzwerk zu wenden. Das ist in der Regel kostenlos und bringt letztendlich viel mehr.

Was haben Sie für Erfahrungen gemacht?

Kategorie: Berufsanfänger, Arbeitnehmer

Montag, 19. Juli 2010

Pianomania: Freude am Beruf

Pianomania ist ein Filmportrait über den Chefstimmer und Meistertechniker Stefan Knüpfer von Steinway & Sons. Gemeinsam mit den Pianisten ist er auf der Suche nach dem perfekten Klang. Sicherlich ist Stefan Knüpfer ein wenig besessen, aber vor allem zeigt dieser Film die Freude, die man an einem Beruf haben kann. Ein wunderschönes Beispiel, wie sich Leidenschaft und Arbeit verbinden lassen.

Diesen Film sollte man sich nicht entgehen lassen!

Kategorie: Allgemein

Dienstag, 13. April 2010

Weiterbildung und Teilzeit

Arbeiten in Teilzeit ist unter verschiedenen Gesichtspunkten sinnvoll:

  • Bei Eltern, die ihre Kinder betreuen und mit ihnen mehr Zeit verbringen wollen, als dies bei einer Vollzeitbeschäftigung mit ca. 40 Stunden pro Woche möglich wäre. In vielen Fällen ist auch keine Kinderbetreuung durch entsprechende Einrichtungen möglich bzw. zu teuer
  • Bei Personen, die sich selbstständig machen wollen. Gerade eine Existenzgründung benötigt häufig viel Zeit und kann nicht unbedingt in der Freizeit erfolgen.
  • Bei Personen, die eine Weiterbildung anstreben. Umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen können nicht neben einem normalen Job absolviert werden. Vielmehr ist es notwendig, sich auf Studien und Prüfungen ausreichend vorzubereiten und zu konzentrieren. Der Bildungsurlaub kann dies unterstützen, reicht aber selten aus. Um zu verhindern, dass eine Arbeitsstelle gekündigt werden muss, um sich weiter zu bilden, bietet sich die Möglichkeit an, Teilzeit zu arbeiten und dadurch auch weiterhin Einkommen zu erzielen.
  • Bei Personen, die anderweitigen Interessen nachgehen wollen/müssen. Das kann die Pflege von Familienangehörigen sein, ein anstehender Hausbau, intensives Sporttreiben, oder einfach weniger arbeiten zu wollen aus gesundheitlichen Gründen oder auch individuellen Vorstellungen zur Work-Life-Balance

Trotz der verschiedenen Motivation, Teilzeit zu arbeiten, sind die Beweggründe ähnlich:

  • Es soll/muss ein regelmäßiges Einkommen erzielt werden
  • Ein vorhandener Arbeitsplatz soll nicht aufgegeben werden und möglicherweise wieder in eine Vollzeitstelle umgewandelt werden
  • Auf einen kommunikativen Austausch mit Kollegen soll nicht verzichtet werden

Die Weiterbildung spielt gerade bei Teilzeitarbeitern eine wichtige Rolle. Einerseits kann die Weiterbildung der Grund sein, um in Teilzeit zu arbeiten. Ausserhalb der Arbeitszeit kann dann eine Ausbildung, ein Studium oder eine Fortbildung gemacht werden.

Andererseits ist ständige Weiterbildung auch bei Teilzeitarbeitern notwendig, um

  • die “Employability” zu erhalten und zu verbessern. Viele Berufe verändern sich permanent, erfordern neue Kenntnisse und Fähigkeiten oder werden sogar überflüssig. Umso wichtiger ist es, sich selbst entsprechend weiter- und fortzubilden
  • die eigene “Konkurrenzfähigkeit” zu erhalten. Arbeitsplätze sind heutzutage heftig umkämpft. Bei Kündigungsmaßnahmen oder Sozialplänen sind Teilzeitarbeiter besonders oft betroffen. Wer besondere Fähigkeiten mitbringt, wird dagegen gerne gehalten oder sogar umworben
  • Und schließlich ermöglicht Weiterbildung erst den Einstieg in Teilzeitarbeit, gerade wenn der Betroffene einige Jahre nicht gearbeitet hat. Es erleichtert Müttern, Arbeitslosen oder auch Aussteigern, z.B. bei einem Sabbatical, den Wiedereinstieg in einen Job

Die genannten Gründe sollten gerade Teilzeitarbeiter anhalten, auf regelmäßige Weiterbildung zu achten. Deshalb:

  • Nutzen Sie Maßnahmen zur Weiterbildung, die Ihr Arbeitgeber anbietet, z.B.  in Form einer innerbetrieblichen Schulungsmaßnahme
  • Machen Sie sich selbst einen Weiterbildungsplan
  • Besprechen Sie Ihre Weiterbildung mit Ihrem Arbeitgeber bei Ihrem  Mitarbeitergespräch
  • Kalkulieren Sie Zeit und Geld für Ihre Weiterbildungen
  • Nutzen Sie neben normalen Seminaren auch die Möglichkeiten des e-Learning oder von Fortbildungen über das Internet
Kategorie: Arbeitnehmer

Sonntag, 7. März 2010

Transfergesellschaft, BeE, Auffanggesellschaft, Outplacement

Die Begriffe sind vielfältig,

und doch bezeichnen sie letztendlich eine bestimmte Situation: Nämlich wie kann sich ein Arbeitgeber von einem Mitarbeiter trennen, ihm also kündigen. Aber es soll eine “Hängematte” für den Mitarbeiter geschaffen werden, die es diesem erleichtert, die Kündigung als weniger drastisch zu empfinden und vor allem das Damoklesschwert “Arbeitslosigkeit” noch ein wenig hinauszuschieben. Von den oben genannten Möglichkeiten profitieren laut Befürwortern alle:

  • Die Mitarbeiter, die
    • für mindestens 1 Jahr nicht arbeitslos werden
    • bis zu 80 % ihres bisherigen Lohns erhalten durch Bezug von Kurzarbeitergeld und einer möglichen Aufstockung durch den Arbeitgeber
    • Mitglied in der gesetzlichen Sozialversicherung bleiben. Die Beiträge übernimmt das Unternehmen bzw. teilweise die Arbeitsagentur
    • beraten und qualifiziert werden hinsichtlich ihrer Bewerbungsfähigkeiten und anderer Kompetenzen
    • sich intensiv darum kümmern können, eine neue Arbeitsstelle zu finden
  • Die kündigenden Unternehmen, die
    • sich auf “leise” Art von Mitarbeitern trennen können
    • keinen Imageverlust in der Öffentlichkeit erleiden, sondern vielmehr als fürsorgliches Unternehmen wahrgenommen werden
  • Das Arbeitsamt und damit die Politik, die
    • in ihren Statistiken weniger Arbeitslose ausweisen muss
    • darauf hofft, dass die betroffenen Mitarbeiter einen neuen Job finden, bevor sie sich arbeitslos melden müssen
  • Die Gesellschaften und deren Betreiber, die
    • für das Profiling, die Beratung und Qualifizierung oder Vermittlungstätigkeiten entsprechend bezahlt werden
    • keinen Nachweis für den Erfolg ihrer Tätigkeiten bringen müssen

Und doch, trotz all dieser plausiblen Vorteile, verspüre ich Unbehagen:

  • Der Mensch ist träge! Je mehr Zeit er hat, sich einen neuen Arbeitsplatz zu suchen, umso weniger Druck hat er, sich wirklich ernsthaft und mit vollem Engagement darum zu bemühen. Wie viele Manager auch, wird er sich hinter den Beratern verstecken, anstatt seinen Menschenverstand und seine Energie zu nutzen, selbst aktiv zu sein
  • Das Verständnis, dass ein Arbeitsverhältnis eben nicht sicher und auf Dauer angelegt ist, kommt auf diese Weise nicht ins Bewußtsein der Arbeitnehmer. Dementsprechend wird er sich nur wenig damit auseinander setzen, sich um Weiterbildung bemühen, Kontakte aufbauen und sich darum bemühen, eine Alternative zum heutigen Arbeitsplatz zu schaffen
  • Berater stülpen immer die gleichen Konzepte über die zu Beratenden. Dementsprechend werden die Bewerbungen immer mehr zu “Einheitsbrei”, statt zu individuellen und persönlichen Bewerbungen
  • Wertvolle Zeit wird vergeudet, weil die Mitarbeiter mindestens 1 Jahr Zeit haben, um den wirklichen Ernstfall, d.h. den tatsächlichen Verlust ihrer Arbeitsstelle, hinauszuschieben. Man hat ja noch Zeit, um dies und das zu machen. Erstmal das Ergebnis des Profilings abwarten, dieses Seminar machen, diese Beratung mitnehmen usw. In dieser Zeit verlernt man, Probleme aktiv anzugehen und selbst Lösungen zu schaffen
  • Der Steuerzahler zahlt für Instrumente, deren Erfolg nicht nachgewiesen ist und er wird bewusst getäuscht über die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen. Letztendlich wären nicht nur die Mitarbeiter, für die diese Gesellschaften geschaffen wurden, arbeitslos, sondern auch die Berater und anderen Mitarbeiter der Gesellschaften. Die Politik hat also wieder eine möglicherweise sinnlose, aber sicher nicht wertschaffende Dienstleistungsbranche geschaffen
  • Die heutigen, niedrigen Werte in Deutschland bezüglich der Selbstständigenquote sind meiner Meinung nach nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die meisten es verlernt haben, für sich Verantwortung zu übernehmen. Damit sind sie nicht mehr in der Lage, auf Alternativen, sei es in einer Existenzgründung oder einen Arbeitsplatz bei einem anderen Arbeitgeber, zurückzugreifen

Meiner Ansicht nach müssten die Lösungen bei einer Kündigung ganz anders aussehen:

  • Jeder Mitarbeiter ist sich bewusst, dass ein Arbeitsverhältnis jederzeit beendet werden kann. Diesen Faktor kalkuliert er in seiner Lebens- und Karriereplanung. Das heißt auch, dass er in Zeiten mit gutem Verdienst, spart und nicht alles ausgibt oder gar Schulden macht
  • Die Schul- und Berufsausbildung ist darauf angelegt, die Menschen dahingehend zu qualifizieren, dass sie dieses Bewusstsein haben, sich um Weiterbildung bemühen und darauf achten, ihre Employability möglichst zu erhalten oder gar zu verbessern
  • Mindestlöhne sorgen dafür, dass ein gewisser Lebensstandard gesichert ist
  • Die Politik zeigt Vertrauen in die Bürger, dass sie eigenständig und selbstverantwortlich handeln können. Sie schafft Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, leicht Arbeit zu finden oder sich selbstständig zu machen. Dazu gehört auch, dass das Arbeits- und Steuerrecht drastisch vereinfacht wird
  • Arbeitslosigkeit bedeutet für den Betroffenen nicht Stigmatisierung, Geringschätzung durch die Gesellschaft und gesellschaftlicher Absturz, sondern wird als eine ganz normale Situation betrachtet, von der jeder über kurz oder lang betroffen ist
Kategorie: Arbeitslose, Arbeitnehmer

Donnerstag, 11. Februar 2010

Wie Sie seriöse Stellen für Heimarbeit finden

Der Markt ist mehr denn je überschwemmt mit Stellenanzeigen für Heimarbeit. Vor allem im Internet finden sich verlockende Anzeigen, die versprechen, schnell reich werden zu können. Hier heisst es aufgepasst. Denn die wenigsten Stellen für Heimarbeit halten, was sie versprechen.

Deshalb einige Tipps, wie Sie seriöse Stellen für Heimarbeit finden können:

  • Sortieren Sie alle Anzeigen aus, die besonders gute Einkommensmöglichkeiten bereits vom ersten Tag an versprechen. Gerade bei einem Start ist in der Regel erst mühevolle Arbeit über längere Zeit nötig, bis tatsächlich Ergebnisse erzielt werden. Interessenten für ein Produkt oder eine Dienstleistung müssen gefunden werden und zu Käufern gemacht werden. Das ist ein längerer Prozess
  • Sortieren Sie Anzeigen aus, bei denen nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, welche Firma dahintersteht und um welches Produkt oder um welche Dienstleistung es sich überhaupt handelt. Was soll Ihre Aufgabe sein? In einer normalen Stellenanzeige wird  selbstverständlich aufgeführt, was Sie können müssen, was von Ihnen erwartet wird und was Sie andererseits als Gegenleistung erhalten. Warum sollte es bei einer Stelle für Heimarbeit anders sein?
  • Sortieren Sie Anzeigen aus, bei denen Sie vor weiteren Informationen erstmal ein Informationspaket oder ein eBook kostenpflichtig erwerben müssen. Auch bei einer normalen Bewerbung müssen Sie nichts im Voraus bezahlen
  • Achten Sie darauf, dass Sie vor Beginn Ihrer Tätigkeit nicht Waren erwerben müssen, um diese beispielsweise weiter zu verkaufen. Schließen Sie nur Verträge ab, bei denen Sie auf Kommission arbeiten. Auch der Kiosk um die Ecke verkauft die Zeitschriften auf diese Weise. Alle übrig gebliebenen Zeitschriften werden vom Verlag zurückgenommen, der Kioskbesitzer bezahlt nur für die verkauften Exemplare
  • Achten Sie darauf, wenig Geld auszugeben und erstmal Geld überhaupt zu verdienen
  • Informieren Sie sich über Ihren Auftraggeber und seien Sie besonders skeptisch, wenn Sie nur beste Referenzen finden. Vielleicht verbirgt sich dahinter ein Pyramidensystem. Starten Sie auch Anfragen in Foren und erkunden Sie sich nach Erfahrungen Anderer zu diesen Heimarbeiten
  • Achten Sie auf einen konkreten Vertrag und lesen Sie sich unbedingt die Geschäftsbedingungen genau durch. Im Zweifelsfall können Sie sich an Verbraucherzentralen wenden oder auch Rechtsanfragen im Internet, z.B. bei frag-einen-anwalt.de stellen

Weitere Informationen und Adressen finden Sie bei Heimarbeit - ArbeitsRatgeber. Im übrigen gelten für die Suche nach Stellen für Heimarbeit die gleichen Prinzipien wie bei einer normalen Jobsuche

Kategorie: Berufsanfänger

Mittwoch, 3. Februar 2010

Höhe der Hartz IV-Sätze

Demnächst entscheidet das Bundesverfassungsgericht, ob die Hartz IV-Sätze für Kinder zu gering sind. Dementsprechend groß ist die momentane Aufregung in der Presse. Umfragen haben ergeben, dass 60 Prozent der Deutschen der Meinung sind, dass die Hartz IV-Sätze zu niedrig sind und nicht ausreichen zum Leben. Dabei steht immer nur der Hartz-IV-Regelsatz bzw. Arbeitslosengeld 2 oder Sozialgeld von 359 Euro pro Person und die niedrigeren Sätze für Kinder im Blickpunkt.

Und leider werden meistens nur diese herangezogen bei einem Vergleich, ob es sich denn noch lohnt, überhaupt zu arbeiten, wenn man mit seiner Familie Hartz IV-Empfänger ist.  Selbst im Beitrag von stern.de “Wie viel Geld braucht eine Familie wirklich?” ist die Rechnung bei der Geringverdienerfamilie nicht vollständig. Zu den Leistungen, auf die ein Hartz IV-Empfänger Anspruch hat, gehören nämlich nicht nur der Regelsatz, Miete und Heizungskosten.

Außerdem sind zu berücksichtigen:

Werden diese Leistungen bei dem Vergleich von stern.de berücksichtigt, dann hat die Familie Igerts mit Arbeit von Vater und Mutter (insgesamt 1.600 Euro pro Monat plus Kindergeld) weniger zur Verfügung als wenn die Eltern arbeitslos wären und Hartz IV bekämen. Allein die Sozialversicherungsbeiträge machen mehr als die errechnete Differenz von 150 Euro aus.

Ich empfinde es als sehr ärgerlich und verantwortungslos, dass die Medien hier falsch informieren. Auf diese Weise sorgen sie dafür, dass über die Leistungen an Arbeitslose niemand so richtig Bescheid weiß.

Meiner Ansicht nach, kann eine Familie mit wenigstens 2-3 Kindern von den Hartz IV-Sätzen sehr wohl davon leben. Viele Familien im Niedriglohnsektor leben von weitaus weniger. Aber sie haben gelernt, mit ihrem Geld vernünftig zu wirtschaften. Möglichkeiten, Geld zu sparen, gibt es heutzutage mehr als genug:

  • Lebensmitteleinkauf beim Discounter
  • Gebrauchsgegenstände bei eBay, Flohmärkten, bei Sonderverkäufen
  • Selbstmachen. Man kann selbst kochen, selbst renovieren, schneidern usw.
  • Rad fahren statt Auto nutzen
Kategorie: Arbeitslose

Dienstag, 26. Januar 2010

Work Life Balance

Die Work Life Balance ist ein beliebtes Thema in Zeitschriften und Literatur. Und es wird vermehrt für die Unternehmen ein Thema. Dabei geht es darum, attraktive Arbeitsplätze anzubieten und v.a. Krankheitsstände und Fluktuation von Mitarbeitern zu vermeiden. Wer ausgebrannt ist, also unter Burnout leidet, kann keine Leistung mehr erbringen.

Unternehmen können entsprechende Rahmenbedingungen schaffen:

  • Flexible Arbeitszeiten, Teilzeit, Auszeit
  • Flexibler Arbeitsplatz, mit Arbeiten von zuhause aus, Jobsharing
  • Eigenverantwortung von Führungskräften und Mitarbeitern zulassen bzw. Freiheitsräume geben für Entscheidungen, Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten
  • Programme zu Ernährung, Stressabbau und Fitness

Die Mitarbeiter können zu ihrer Work Life Balance beitragen, indem sie:

  • sich Ziele setzen und sich darüber klar werden, wie die persönliche Work Life Balance aussehen soll
  • Prioritäten setzen
  • delegieren
  • Zeitmanagement betreiben
  • schnelle Entscheidungen treffen

Die Lösungen für die eigene Work Life Balance werden immer individuell sein und können je nach Lebenssituation ganz unterschiedlich ausfallen. Mancher will nach absolviertem Studium Karriere machen und durch Projekte im In- und Ausland möglichst viel kennen lernen und Erfahrungen sammeln. Er empfindet dann so manchen 16 Stunden-Tag als aufregend. Ein Anderer hat eine junge Familie und möchte so viel Zeit wie möglich mit dieser verbringen. Seine Wunschvorstellung ist ein anspruchsvoller Teilzeitjob.

Wichtig ist bei all diesen Möglichkeiten, dass sich der Betreffende wohl fühlt und nichts Wesentliches vermisst. Dann ist sein Leben am ehesten in der richtigen Work Life Balance.

Kategorie: Allgemein

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